„Er weiß jeden Ton singen zu lassen“. Der Musiker und Klavierbauer Johann Andreas Streicher (1761-1833) – kompositorisches Schaffen und kulturelles Wirken im biografischen Kontext. Quellen – Funktion – Analyse

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-34458
http://hdl.handle.net/10900/46302
Dokumentart: Dissertation
Date: 2008
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
Department: Sonstige - Kulturwissenschaften / Kunstgeschichte)
Advisor: Schmid, Manfred Hermann (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2008-06-25
DDC Classifikation: 780 - Music
Keywords: Streicher, Andreas , Beethoven, Ludwig van , Schiller, Friedrich , Hammerflügel
Other Keywords:
Streicher, Andreas , Beethoven, Ludwig van , Schiller, Friedrich , Fortepiano
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Johann Andreas Streicher (1761-1833) wurde in der Fachliteratur bisher primär als Klavierbauer und Beethoven-Freund vorgestellt sowie als Freund und Biograf Friedrich Schillers (durch seinen in vielen Auflagen verbreiteten Bericht von der Flucht mit Schiller aus Stuttgart, Schiller’s Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785). Wie die umfassende Auswertung der Quellen zu Streichers Leben und Wirken zeigt, nahm jedoch die praktische Ausübung der Musik im Schaffen von Johann Andreas Streicher in jeder Lebensphase eine zentrale Rolle ein. er wirkte als Konzertpianist und Arrangeur sowie als Komponist und Klavierpädagoge, in den letzten Jahren seines Lebens auch als Kirchenmusiker. Johann Andreas Streichers Wirken als Tonkünstler (denn so unterzeichnete er eine große Zahl seiner Briefe während seines gesamten Lebens) wird in der vorliegenden Arbeit grundlegend untersucht und sein kompositorisches Schaffen wird (auch durch ein Werksverzeichnis, das zahlreiche bisher unpublizierte Fakten zu seinen Kompositionen enthält) vorgestellt und in repräsentativen Beispielen analysiert, unter anderem belegend, dass Streichers Kompositionen zur Mannheimer Schule zu rechnen sind. Streichers mannigfaltigen und das kulturelle Leben bis heute beeinflussende kulturelle Aktivitäten werden untersucht und dokumentiert, darunter seine Impulse für das öffentliche Musikleben (wie seine wesentliche Rolle bei der Gründung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien) und seine Interaktion mit der evangelischen Kirche in Wien. Einige historisch relevante Ereignisse, die bisher nur ungenau oder gar nicht in der Literatur Erwähnung fanden, werden mithin genau dokumentiert, unter anderem Johann Andreas Streichers präziser Anteil am ersten Versuch der Identifizierung der sterblichen Überreste Schillers und Streichers früheres Mitwirken als bisher bekannt war bei den Spendenaufrufen für die letzte lebende Tochter J. S. Bachs, Regina Susanna. Die aktualisierte und broschiert gebundene Fassung der Dissertation erscheint 2011 im Strube Verlag, München.

Abstract:

Johann Andreas Streicher (1761-1833) until now mainly has been presented in literature as piano builder, as well as friend and biographer of Friedrich Schiller (through Streicher’s in many editions published report of his flight with Schiller from Stuttgart, Schiller’s Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785). However, as the comprehensive investigation of the sources on Streicher’s life and work showes, practical musicianship played a central part in all phases of his life. He was indeed a concert pianist, composer and arranger, as well as piano teacher, in the last years of his life also church musician. Johann Andreas Streicher’s activities as Tonkünstler (meaning an artist who’s profession is music in a comprehensive way) – the professional description he added to his signature in a vast number of his letters all through his life – is being researched in detail in the publication on hand and (also by presenting a work catalogue, which contains numerous previously unpublished facts on his compositions) for the first time his compositions are being presented and (in representative examples) analyzed, showing that Streichers work has to be counted to the compositions of the Mannheimer Schule. Streicher’s manifold and cultural life until today influencing cultural activities are being investigated and documented, among others his impulse on the public concert activities (such as his substantial role in the founding of the Gesellschaft der Musikfreunde in Wien) and his interaction with the Protestant church in Vienna. Some historically relevant facts, which have been not yet or just unprecisely mentioned in literature are also being investigated, among others Streicher’s exact involvement in the first attempt to find the mortal remains of Friedrich Schiller and Streicher’s much earlier than previously known involvement in the fund-raising for donations for the last living daughter of J. S. Bach, Regina Susanna. The updated and bound version of this dissertation will be published in 2011 by Strube Verlag, Munich.

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