Bethlehem. Die christliche Legende : ein historisches Ereignis im Konsulatsjahr des Gaius Censorinus und Gaius Asinius 8 v. Chr.

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-2902
http://hdl.handle.net/10900/46165
Dokumentart: (wissenschaftlicher) Artikel
Date: 2001
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
Department: Sonstige - Philosophie und Geschichte
DDC Classifikation: 230 - Christianity and Christian theology
Keywords: Bethlehem , Jesus Christus
License: xmlui.dri2xhtml.METS-1.0.item-dc-rights_value_ubt-nopod
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Inhaltszusammenfassung:

Lucas 2,1 ff. erwähnt den Reichscensus des Kaisers Augustus im Jahre 8 v.Chr. gleichzeitig mit dem Provincialcensus in der Provincia Syria/Iudaea. Damals, im Jahre 8 v.Chr., kamen Maria und Joseph von Nazareth nach Bethlehem, um sich in die Steuerliste eintragen zu lassen. Zu dieser Zeit war Publius Sulpicius Quirinius mit dem Oberbefehl über die syrischen Legionen während des Homonadenserkrieges 11-7 v.Chr. Oberstatthalter mit proconsularischem Imperium in der Provincia Syria. Im Jahre 1961 wurde in einer Höhle am Steilrand der Wüste Iuda westlich des Toten Meeres das Familienarchiv mit einer Steuererklärung der Jüdin Babatha vom 2.Januar 127 n.Chr. gefunden. Auf der Flucht vor den Römern während des Bar-Kochba-Aufstandes 132/135 n.Chr. hatte Babatha das Familienarchiv in der Höhle versteckt. Durch diese Steuererklärung wurde das Steuerformular bekannt, das die Bewohner der kaiserlichen Provinzen - so auch Maria und Joseph - auszufüllen hatten. Aus dem Wortlaut des Lucasberichtes geht hervor, daß auch Lucas das Steuerformular für die kaiserlichen Provinzen kannte. Maria begleitete Joseph nach Bethlehem, weil auch sie Grundbesitz persönlich zu deklarieren hatte und Joseph für sie als Tutor fungierte. Am 12.November 7 v.Chr. blieb - astronomisch gesehen - Jupiter auf seiner Bahn neben Saturn über Bethlehem scheinbar stehen. In den Abendstunden dieses Tages kamen die Weisen aus dem Morgenlande von einer Audienz bei Herodes von Jerusalem nach Bethlehem. Seit dem Altertum wird in der Ostkirche die Geburt Christi in der Nacht vom 5. auf 6. Januar 7 v.Chr. gefeiert.

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