Feedback der langsamen kortikalen Potentiale bei Kindern mit einer ADHS:Veränderungen von ereigniskorrelierten Potentialen im Continuous Performance Test

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-65930
http://hdl.handle.net/10900/46037
Dokumentart: Dissertation
Date: 2012
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Strehl, U. (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2012-05-08
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Neurofeedback , Ereigniskorreliertes Potenzial , Continuous performance test , Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
Other Keywords:
ADHD , Event-related Potential
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Auswirkungen eines Neurofeedbacks der langsamen kortikalen Potentiale (LP) auf die ereigniskorrelierten Potentiale von Kindern mit ADHS. Die Arbeit ist Teil einer multizentrischen Studie zur Erforschung von Therapiealternativen bei ADHS. Für die Arbeit wurden vorab die EEG-Daten von 25 Kindern aufbereitet, analysiert und statistisch getestet. Ziel dieser vorzeitigen Auswertung war auch die Entwicklung von Auswertungsstrategien für zukünftige Fragestellungen im Rahmen der Studie. Die Kinder nahmen alle an einem 3-monatigen Neurofeedbacktraining teil. Im Rahmen von zwei Testungen jeweils vor und nach dem Training wurden die EEG-Daten mittels eines Continuous Performance Tests (CPT-OX) erhoben. Bei der Auswertung der Daten wurden die Komponenten CNV, CueP300, GoP300, NoGoP300, GoN2 und NoGoN2 bestimmt und statistisch getestet. Von Interesse waren hierbei die Amplituden, die Topographie, die Latenz sowie die Prä-Post-Entwicklung der Komponenten. In der Auswertung der Komponenten zeigten sich teilweise signifikante Ergebnisse. Die CNV war in beiden Messungen als zentro-parietale Negativierung mit zentralem Maximum im Zeitbereich 1200 bis 1800 ms und zeigte im Vergleich der beiden Messungen einen Trend zur Verminderung im Post-Test. Die CueP300 war als parietale Positivierung mit Maximum unter der Elektrode Pz bei ca. 460 ms sichtbar und zeigte im Post-Test eine signifikant verminderte Amplitude. Die GoP300 zeigte sich in beiden Messungen als parietale Positivierung mit einer Latenz von 250-500 ms. Im Grand Average zeigte sich die GoP300 zweigipflig mit nicht eindeutig feststellbarem Peak. Im Post-Test zeigte die GoP300 eine signifikante Verminderung der Amplitude im Vergleich zur Prä-Messung. Die NoGoP300 zeigte wie erwartet in der Auswertung eine Anteriorisierung mit einem Maximum über Elektrode FCz. Signifikante Unterschiede in der Amplitude der NoGoP300 zwischen den Messungen waren nicht feststellbar. Die N2 zeigte sich als frontale Negativierung mit einer Latenz von ca. 300 ms. Dabei war die N2 wie erwartet in der No-Go-Bedingung signifikant größer als in der Go-Bedingung. Unterschiede zwischen den Messungen ergaben sich nicht. Bei den gemessenen Latenzen der Komponenten CueP300, NoGoN2, GoN2 und NoGoP300 zeigten sich ebenfalls keine Unterschiede zwischen den beiden Messungen. Die Maße der Leistungsgüte des CPT-OX-Tests zeigten lediglich bezüglich der Anzahl der Fehler in der NoGo-Bedingung signifikante Unterschiede, hier machten die Kinder im Post-Test weniger Fehler. Durch diese Arbeit konnten nach den Veröffentlichungen von Heinrich et al. (2004) Doehnert et al. (2008)und Wangler et al. (2010) weitere Ergebnisse zu den Auswirkungen von LP-Neurofeedback auf EKP aufgezeigt werden. Auffallend war hierbei vor allem die Verminderung der CNV. Durch das Trainieren einer CNV-ähnlichen Negativierung im Training wäre hier in der Post-Testung eine Erhöhung der CNV zu erwarten gewesen. Die Verminderungen der Cue- und GoP300 ist im Rahmen eines mangelnden Interesses am Test bzw. durch nachlassende Konzentration an den Tests erklärbar. Abschließend lässt sich sagen, dass durch die Arbeit einmal mehr Auswirkungen des LP-Neurofeedbacks auf die EKP gezeigt werden konnten, allerdings nicht unbedingt den Erwartungen entsprechend. Es wird sich zeigen, inwieweit diese Ergebnisse bei der Analyse der Daten aller Kinder in beiden Bedingungen Bestand haben und sich durch Vergleiche und Einbeziehung von Ko-Variablen besser erklären lassen.

Abstract:

The present study investigates the influences of neurofeedback of slow cortical potentials (SCP) on event-related potentials (ERP) in children with ADHD. The children took part in a 3-month neurofeedback training. During a Continuous Perfomance Test (CPT-OX) before and after the training EEG-Data were recorded. In the analysis of the data the components CNV, CueP300, GoP300, NoGoP300, GoN2 and NoGoN2 were scored and statistically evaluated. The evaluation showed certain significant results: The CNV showed a trend to attenuation in the post test. The CueP300 and the GoP300 also showed a significant attenuation in the post test. The NoGoP300 showed the exspected anteriorisation, but no differences between the tests. The N2 showed an enhancement in the NoGo-condition, but also no differences between the tests. Regarding the perfomance data of the CPT, only the NoGo-condition showed significant differences between the tests, the childeren made less errrors in the post test. Some of the results were not as exspected. Espacially the attenuation of the CNV was surprising, since the children trained a CNV-like negativation during their neurofeedback sessions. The attenuation of the CueP300 and the GoP300 can be rated as a lack of concentration during the test. In summary, the study showed further results on the effects of SCP-neurofeedback on ERP.

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