Der Einfluss des viszeralen und Bauchdeckenfettes auf die Kompetenz des unteren Ösophagussphinkters bei Patienten mit morbider Adipositas

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-63517
http://hdl.handle.net/10900/45994
Dokumentart: Dissertation
Date: 2012
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Schneider, Joachim Helmut (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2010-10-27
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Fettsucht , Funktionelle NMR-Tomographie
Other Keywords: Unterer Ösophagussphinkter , Viszerales Fettgewebe , Subkutanes Fettgewebe
MRI , Obesity , Lower esophageal sphinkter , Subcutaneuous adipose tissue , Viszeral adipose tissue
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Inhaltszusammenfassung:

Die Prävalenz von morbider Adipositas hat in den letzten Jahren, besonders in der westlichen Welt, deutlich zugenommen. Gleichzeitig steigt die Anzahl von Menschen, die unter einer gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD) leiden. Das Übergewicht und die Insuffizienz des UÖS sollen wichtige Faktoren bei der Entstehung einer GERD darstellen. Es besteht jedoch noch Unklarheit darüber welche Rolle das viszerale und ventrale subkutane Fett in der Ätiologie der Refluxerkrankung spielt. Um diese Fragestellung zu beantworten, haben wir die vorliegende Arbeit initiiert. Zu diesem Zweck haben wir in einer prospektiven Studie 24 Probanden mit morbider Adipositas eingeschlossen. Zur Evaluation der Funktion des Ösophagus bzw. des unteren Ösophagussphinkters haben wir eine Endoskopie des oberen Gastrointestinaltraktes, eine Ösophagusmanometrie sowie eine 24h-pH-Metrie durchgeführt. Die quantitative Messung des viszeralen und ventralen subkutanen Fettgewebes erfolgte im Rahmen einer MRT-Untersuchung. Wir konnten in unserer Arbeit zeigen, dass es möglich ist, mittels MRT auch bei sehr übergewichtigen Probanden das viszerale und ventrale subkutane Fettgewebe am Körperstamm quantitativ zu bestimmen. In der Studienkohorte morbid adipöser Patienten nahm mit zunehmendem BMI das Fett vor allem im ventralen subkutanen Fettdepot zu, während das viszerale Fettgewebe ab einem gewissen Grad der Übergewichtigkeit stagnierte. Außerdem konnten wir zeigen, dass übergewichtige Männer einen signifikant größeren Anteil an viszeralem Fettgewebe aufweisen als Frauen. In unseren Untersuchungen konnte keine mathematische Korrelation zwischen dem Verhältnis von beiden Fettkompartimenten (VAT/ SCAT) und der Kompetenz (UÖS-Ruhedruck) bzw. der Länge das UÖS gezeigt werden. Bezogen auf die einzelnen Fettkompartimente wurde nachgewiesen, dass mit zunehmendem ventralen subkutanen Fett des Oberbauches die Dauer der Refluxepisoden zunimmt, mit zunehmendem Anteil an viszeralem Fettgewebe nimmt jedoch die Dauer der Refluxepisoden ab. Die vorliegende Arbeit zeigte keinen Zusammenhang zwischen dem Anstieg des Composit-Scores und der Zunahme an Fett der untersuchten Fettkompartimente, obwohl alle Patientengruppen mit Übergewicht einen pathologischen sauren Reflux aufwiesen. Der Ruhedruck des UÖS zeigte eine diskrete, aber nicht signifikante Tendenz hin zu geringeren Druckwerten mit zunehmendem viszeralen und ventralen subkutanen Fettanteil und einem resultierenden BMI-Anstieg.

Abstract:

Morbid obesity is frequently accompanied by gastro-esophageal reflux disease (GERD) often caused by an insufficiency of the lower esophageal sphincter (LES). In patients referred for bariatric surgery the relationship between specific body fat distributions and GERD is of importance for an understanding of the etiology of GERD. 25 morbidly obese patients were prospectively enrolled in this study. Symptoms of GERD were evaluated using a standardized questionnaire, endoscopy of the upper gastro-intestinal tract was performed to reveal pathologies of the gastro-esophageal junction, LES was evaluated by esophageal manometry. In addition to anthropometric measures of obesity visceral adipose tissue (VAT) and subcutaneous adipose tissue (SCAT) of the body trunk was determined by magnetic resonance imaging. In this study LES pressure, symptoms of GERD or endoscopic findings were not significantly influenced by the stage of morbid obesity, the amount of visceral adipose tissue or other anthropometric measures.

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