Auswirkung der Schwangerschaft auf die mittels Ultrasonometrie bestimmte Knochendichte.

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-44215
http://hdl.handle.net/10900/45557
Dokumentart: Dissertation
Date: 2009
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Solomayer, Erich-Franz (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2006-11-23
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Ultraschallabsorption , Schwangerschaft
Other Keywords: Knochendichte
Bone , Pregnancy
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, ob es im Laufe einer normalen Schwangerschaft zu einer signifikanten Veränderung der mütterllichen Knochendichte kommt. Hierzu verwendeten wir das Achilles+System der Firma LUNAR®, welches die Knochendichte am Kalkaneus mittels quantitativem Ultraschall bestimmt. Aus den Messwerten SOS (speed of sound) und BUA (broadband ultrasound attenuation) wird ein Zahlenwert, die Steifigkeit berechnet. Diese wird im geräteeigenen Computer mit einem Normkollektiv gleichen Alters und Geschlechts verglichen. Das Patientenkollektiv umfasste 149 knochengesunde, schwangere Frauen. Die erste Messung erfolgte zwischen der 10.-22. SSW, die Kontrollmessung erfolgte unmittelbar postpartal. Zu berücksichtigen bei der Interpretation der Ergebnisse war ferner die Auswertung eines Patientenfragebogens, der sich auf anamnestisch relevante Eckdaten hinsichtlich des Knochenstoffwechsels bezieht. Ergebnisse: In dem von uns gewählten Beobachtungszeitraum zeigte sich im Durchschnitt eine Reduktion der durch quantitativen Ultraschall bestimmten Knochendichte-Parameter (SOS, BUA und des daraus errechneten Index, die Steifigkeit). Diese veränderten Schallleitungsbedingungen, mit einer Abnahme der Schallleitungsgeschwindigkeit und einer Abnahme der Schalldämpfung, zeigen eine Abnahme der Knochendichte an. Ein statistisch signifikanter Zusammenhang (p= 0,03)zeigte sich zwischen dem Vorliegen einer Geminigravidität (n=9) und der Abnahme der Ultraschall-leitungsgeschwindigkeit (SOS-Wert). Durchschnittlich zeigte sich im Schwangerschaftsverlauf eine Zunahme des BMI. Je stärker die Zunahme des BMI über den Messzeitraum ausgeprägt war, desto geringer fiel die Reduktion der gemessenen Knochendichte-Parameter aus. Dieser Zusammenhang war für alle Messwerte signifikant. Zwischen den im Fragebogen berücksichtigten Risikofaktoren und der Veränderung der Knochendichte ließ sich bei dieser Untersuchung kein statistisch signifikanter Zusammenhang zeigen. Dies könnte durch die geringe Fallzahl der verschiedenen Untergruppen bedingt sein. Lediglich in der Untergruppe der Schwangeren mit positiver Stillanamnese (n=75) zeigte sich eine statistisch signifikante Abnahme der Breitband-Ultraschalldämpfung (BUA) über den Beobachtungszeitraum. Zusammenfassend kann man sagen, dass es im Verlauf einer normalen Schwangerschaft zu einer Abnahme der per QUS bestimmten Knochendichte-Parameter kommt. Ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen den im Fragebogen berücksichtigten Osteoporose-Risikofaktoren und der Knochendichteentwicklung im Schwangerschaftsverlauf, ließ lediglich bei Probandinnen mit positiver Stillanamnese zeigen.

Abstract:

The aim of this study was to find out whether bone mineral density in women changes during pregnancy. We used the achilles+system from LUNAR. This system measures bone mineral density at the calcaneus by quantitative ultrasound. We examined bone mineral density in 149 healthy pregnant women. The first measurement was performed between 10.-22. weeks of gestation. The second measurement was performed right after delivery. A questionnaire was answered by the patients in order to work out risk factors for low bone mineral density. Results: In average a reduction of speed of sound (SOS) and broadband ultrasound attenuation (BUA) could be detected. This indicates a reduction of bone mineral density. The reduction of SOS was significantly stronger (p=0,03) in twin-pregnancies (n=9). The reduction of BUA was significantly stronger (p=0,047) in women (n=75) with breast-feeding in history.

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