Evaluation eines ambulanten Schulungsprogramm zur Gewichtsreduktion bei Übergewichtigen

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-41189
http://hdl.handle.net/10900/45477
Dokumentart: Dissertation
Date: 2009
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Enck, Paul (Professor Dr. Dipl.-Psych.)
Day of Oral Examination: 2008-11-20
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Übergewicht , Verhaltenstherapie , Ernährungsberatung , Gewichtsabnahme
Other Keywords:
Weight reduction , Weight maintenance , Specialized health care , Behavioral modification
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Das Überangebot an Nahrungsmitteln in der westlichen Zivilisation wird immer stärker zu einem finanziellen und sozialem Problem. Die Folgeerkrankungen von Diabetes, Hypertonus und Erkrankungen des Bewegungsapparats belasten zunehmend das Gesundheitssystem. Das Ziel der Arbeit ist die Gewichtsreduktion und ein anschließendes Halten des Gewichts zu ermitteln und Korrelationen in Fällen erfolgreicher Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Patienten in einem speziellen Schulungsprogramm herauszufinden. Das Schulungsprogramm verknüpft Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie miteinander. Es wurden 24 Kurse mit insgesamt 177 Teilnehmer im Alter von 45.5 ± 12.2 Jahren und einem BMI von 36.7 ± 5.6 kg/m2 untersucht. Zu Beginn des Programms wurden Gewicht und weitere Basiswerte wie Blutdruck oder Diätenkariere, festgehalten. Das Gewicht wurde am Kurs Ende sowie jedes folgende Jahr erneut abgefragt. Unsere Ergebnisse sind, dass die Patienten signifikant an Gewicht verloren haben, nämlich 5.6 ± 7.9 kg (5.1 ± 6.4% des ursprünglichen Gewichts) in einem einjährigen Kurs. Im Durchschnitt konnten 80,8 % oder 4,8 kg des ursprünglichen Gewichtsverlust über ein weiteres Jahr gehalten werden, was eine deutliche Gewichtszunahme bedeutet. Ein hoher anfänglicher BMI, die Einnahme von Venlafaxin, das Gesamtergebnis im eigenen Kurs, eine hohe prozentuale Anwesenheit und Hypertonus waren verbunden mit einem höheren Gewichtsverlust. Die Interaktion der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Behandlungsruppe und der durchschnittlichen Anwesenheit erklärt 25% der Abweichung des durchschnittlichem Gewichtsverlust. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass ein signifikanter Gewichtsverlust bei Übergewichtigen und Adipösen durch ein spezielles Schulungsprogramm das aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie besteht erreicht werden kann. Das Halten des Gewichts bleibt dennoch schwer für die Patienten. Die spezielle Gruppe in der therapiert wurde und die Anwesenheit im Kurs sind Kriterien für einen positiven Gewichtsverlust. Dies sollte beim Erstellen und Auswerten von Abnehmprogrammen berücksichtigt werden.

Abstract:

The oversupply with nutrition in the western civilization becomes more and more a financial and social problem. The complications of obesity, diabetes, hypertension and disease of the musculosceletal system burden the budget of the health care system. The aim was to evaluate the amount of weight loss and subsequent maintenance of overweight and obese outpatients treated in a specialized health care center . A further aspect was to identify correlates of successful weight reduction. The treatment program we evaluated, involving diet, exercise and behavior modification, was provided in an outpatient setting. Twenty-four treatment courses with a total of 177 participants (age: 45.5 ± 12.2 year; BMI: 36.7 ± 5.6 kg/m2) were run. Weight and baseline characteristics were recorded at the start of the program; weight was re-assessed at the end of treatment and one year after the end of treatment. Our result is that patients achieved a significant weight loss of 5.6 ± 7.9 kg (5.1 ± 6.4% of initial body weight) in the course of one year. An average of 80.8% or 4.8 kg of initial weight loss was maintained a year after treatment, representing a significant weight regain. A higher initial BMI, intake of venlafaxin, a higher percentage of course attendance, course completion and hypertension were associated with greater weight loss. The interaction of belonging to a particular treatment group and the percentage of attendance explained 25% of the variance of percental total weight loss. The conclusion is that significant weight losses can be achieved by overweight and obese patients after a treatment program in specialized health care center addressing diet, exercise and behavioral aspects. Weight loss maintenance remains difficult for patients. The particular composition of the treatment group itself and the attendance of course sessions are critical for weight loss and should be considered in the design and evaluation of group-based treatment programs.

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