Untersuchungen zur Auswirkung des individuellen Lang- und Mittelwellenzapfen-Verhältnisses in der menschlichen Netzhaut auf die visuellen Wahrnehmungs- und Empfindungsleistungen

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-39948
http://hdl.handle.net/10900/45450
Dokumentart: Dissertation
Date: 2009
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Schaeffel, Frank (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2005-05-03
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Psychophysik
Other Keywords: L:M-Verhältnis , Sehleistungen , Retina
Psychophysics , L:M-Ratio , Visual Perception
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Inhaltszusammenfassung:

Das Sehsystem spielt eine herausragende Rolle bei der Orientierung des Menschen in seiner Umwelt. Als Fernsinn liefert das Sehen Informationen, die nach der Verarbeitung auf kognitiver Ebene Planung komplexen Verhaltens zu ermöglichen. Beispiele für Einzelleistungen des Sehsystems sind die Wahrnehmung von Farbe, Form, Helligkeit, Bewegung und Farbkonstanz. Ein Phänomen der Farbverarbeitung, dessen Bedeutung in den letzten Jahren große Beachtung erfahren hat, ist die interindividuelle Variabilität des Zahlenverhältnisses von Rot- zu Grünrezeptoren (L:M-Ratio). Die L:M-Ratio kann die Sehleistungen beeinflussen, andererseits sind aber Kompensationsmöglichkeiten bekannt. Hierzu liegen einige neue Studien vor. Allerdings sind die Ergebnisse dieser Studien widersprüchlich. Höhere, komplexe Farbsehleistungen wie die Farbkonstanz wurden in diesem Zusammenhang gar nicht untersucht. Die Probanden nehmen an einer Serie von verschiedenen psychophysischen Messungen teil: Heterochromatische Flickerphotometrie, Messungen von Farbtüchtigkeit, temporaler und räumlicher Kontrastempfindlichkeiten für Helligkeit und Farbe, Farbkonstanz. Es wurden farbtüchtige Probanden und solche mit Farbsehstörungen untersucht. Die Resultate zeigen für farbtüchtige Probanden keinen Zusammenhang zwischen L:M-Verhältnis und Farbkonstanz, während andere Sehleistungen nicht beeinflußt werden. Es besteht somit ein Hinweis auf einen kortikalen Kompensationsmechanismus für ein ungleiches L:M-Verhältnis.

Abstract:

The visual system is crucial to orientation and planning of complex behaviour. Examples for visual tasks are discrimination of color, form, brightness, motion and color constancy. A phenomenon recently investigated in this context is the interindividual variability of the L:M-Ratio. The L:M-Ratio might influence vision tasks but mechanisms for compensation of an asymmetric ratio are known. While present studies suggest an influence of the L:M-Ratio on visual perception tasks, others suggest there is none. Higher visual functions such as color constancy have not been investigated in this context. In the present study, both healthy subjects and subjects with color defencies are asked to perform visual psychophysical experiments as heterochromatic flicker photometry, tests on color discrimination, temporal and spatial sensitivity and color constancy. The results demonstrate that the L:M-Ratio does not influence color constancy in trichromats while other visual tasks are not affected suggesting the existence of a cortical mechanism used for compensation of an asymmetric L:M-Ratio.

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