Der Verlegungstransport beatmeter Patienten : prospektive, vergleichende Studie zum Einsatz transportabler Beatmungsgeräte im innerklinischen Verlegungstransport vonbeatmungspflichtigen Patienten

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-28396
http://hdl.handle.net/10900/45019
Dokumentart: Dissertation
Date: 2007
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Domres, B.D. (Professor Dr. Dr. h.c.)
Day of Oral Examination: 2006-11-07
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Beatmungsgerät , Krankentransport , Intensivmedizin
Other Keywords: Verlegungstransport beatmeter Patienten
Transport , artifically respirated patients
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Inhaltszusammenfassung:

Inter- und innerklinische Transporte bergen für den Intensivpatienten Gefahren und Komplikationen, insbesondere hinsichtlich der Beatmung, die es zu vermeiden bzw. minimieren gilt. In dieser Arbeit soll die Fragestellung, ob es während Intensvverlegungstransporten beatmeter Patienten zu zusätzlichen Belastungen für den Patienten, zu einer Verschlechterung des Gasaustausches, und zu weiteren, zusätzlichen Komplikationen kommt, beantwortet werden. Die Untersuchung anhand vor, während und nach dem Transport erfasster Parameter wurde im Zeitraum von Januar 2003 bis Juli 2003 auf den Intensivstationen der Universitätsklinik Tübingen A 5 Nord und A 5 Ost durchgeführt bei insgesamt 67 Verlegungstransporten. In 34 Fällen wurden die Patienten mit dem Oxylog 3000 beatmet, in 27 Fällen mit dem Servo 300. Die beiden Vergleichsgruppen waren hinsichtlich ihrer Geschlechtsverteilung, Alter, Art und Schwere der Erkrankung vergleichbar. Die Auswertung anhand des Oxygenierungsindex nach Horowitz zeigte, dass es während der Transporte mit dem Oxylog 3000 in 30% der Fälle zu einem Abfall kam, während es bei den Transporten mit dem Servo 300 in annähernd 60% der Fälle zu einem Abfall des Oxygenierungsindex kam. Es ließ sich aber nicht nachweisen, dass es signifikant häufiger in der Gruppe mit einem schlechteren Ausgangswert des Oxygenierungsindex nach Horowitz kam, sondern in allen Gruppen der Einteiung nach den DIVI –Leitlinien. Beim Vergleich der FiO2 in den einzelnen Transportphasen (vor, während, nach) konnten keine großen Unterschiede zwischen beiden Gruppen festgestellt werden. In über 90% der Fälle war die FiO2 bei beiden Beatmungsgeräten eine Stunde nach dem Transport gleich der Einstellung vor dem Transport. Die Auswertung der angewandten Beatmungsmodi (vor, während, nach Transport) ergab, dass Patienten der Servo 300 Gruppe, die vor dem Transport im assistierten Beatmungsmodus BIPAP beatmet wurden (51%), während und nach dem Transport kontrolliert beatmet werden mussten, da das verwendete Beatmungsgerät diesen assistierten Beatmungsmodus nicht bereithielt. Bei den Patienten, die mit dem Oxylog 3000 beatmet wurden, konnten alle Patienten (100%) während des Transports mit dem selben Beatmungsmodus beatmet werden wie vor dem Transport. Bei den Patienten, die mit dem Oxylog 3000 beatmet wurden konnte in 88% der Fälle der ursprüngliche Beatmungsmodus nach dem Transport fortgeführt werden, während dies in der Gruppe mit dem Servo 300 bei 42% der Patienten möglich war. Bei 26% der Patienten, der Oxylog 3000 Gruppe, war eine zusätzliche Sedierung zum Transport erforderlich. Bei den Transporten mit dem Servo 300 mussten 60% der Patienten zusätzlich zur Durchführung des Transportes sediert werden. Bei annähernd allen Patienten (90%) beider Untersuchungsgruppen, konnte die PEEP-Einstellung, die vor dem Transport eingestellt war, während und nach Transport beibehalten werden Des Weiteren wurden Richtlinien für die Durchführung von Verlegungstransporten, ein zum Verlegungstransport beatmeter Patienten geeignetes Beatmungsgerät, an eine Intensivtransporteinheit, sowie an das den Transport durchführende Personal erarbeitet. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass das seit kurzem zur Verfügung stehende Beatmungsgerät Oxylog 3000 wie das bisher am meisten zu Verlegungstransporten benutze Beatmungsgerät Servo 300 eine adäquate Intensivbeatmung von Patienten gewährleistet.

Abstract:

Objective: The study compares the effects of two mechanical ventilators during intraclinical transports of artificially respirated patients, e.g. from ICU to the radiology department or the theatre. Design: Prospective, comparative study. Setting: Medical intensive care unit of an university hospital Patients: Mechanical ventilated patients at ICU (n=67) requiring a transfer from ICU to another department in the hospital. Intervention: Patients were assigned in a consecutive, alternating manner to receive the mechanical ventilation during transport either with Siemens Servo 300 or Dräger Oxylog 3000. Measurements and Main Results: Parameters of the gas exchange, especially blood gas analysis before, during and 1 hour after transport, PaO2/FiO2 Index, FiO2, respirator modus and change of the modus for transport, especially BIPAP,sedation for transport, changes of PEEP were compared and further additional complications during transport were listed. Guidelines: Guidelines for intraclinical and interclinical transport were worked out as well. Summary: The available investigation shows that both respirators (Oxylog 3000 and the Servo 300) are adequate intensive artificial respiratiors to use for intra-and interclinical patient.

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