Fahrradergometrische Belastungsuntersuchung sowie deren Auswirkung auf die Spirometrie bei Patienten in der Mukoviszidose-Ambulanz

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-28329
http://hdl.handle.net/10900/45015
Dokumentart: Dissertation
Date: 2007
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Stern, M. (Professor Dr.)
Day of Oral Examination: 2004-05-14
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Mukoviszidose , Belastungstest , Spiroergometrie , Körperliche Leistungsfähigkeit
Other Keywords: Sauerstoffsättigung
Cystic fibrosis , exercise testing , spiroergometry , oxygen saturation , physical performance
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der vorliegenden Arbeit war, die aktuelle körperlichen Leistungsfähigkeit der Patienten der CF Ambulanz der Kinderklinik Tübingen festzustellen. Dabei wurde die Ergospirometrie unter pulsoxymetrischer Kontrolle als Routineuntersuchung etabliert. Zusätzlich wurden die Veränderungen der Vitalparameter Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und die Unterschiede der Volumen-Fluss-Kurve am Spirometer unter körperlicher Belastung im Vergleich zu Ruhebedingungen untersucht. Mittels eines Fragebogens wurde der in der Freizeit ausgeübte Sport quantifiziert. Bei 42 Patienten mit gesicherter CF-Diagnose ergab die Fahrradergometrie eine körpergewichtsbezogene Leistungsfähigkeit der Patienten im Median von 2.05 Watt pro kg Körpergewicht, wobei keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern beobachtet wurden. Die FEV1 verhielt sich wie folgt: Vor der Belastung betrug sie im Median 76,3 %, direkt nach der Belastung 81,4 % und nach der 10-minütigen Erholungsphase 74,5%. Sowohl direkt, als auch nach der 10minütigen Ruhepause konnte in der Gruppe mit mittlerer Lungenfunktion (FEV1 30-70%) der deutlichste Anstieg der FEV1 im Vergleich zur Ruhe gemessen werden. Im direkten Anschluss an die Ergometrie verbesserte sie sich bei allen Patienten dieser Gruppe. Die FEV1 der Gruppe mit guter Ausgangslungenfunktion (Ruhe FEV1 größer als 70%) war bei der Hälfte der Patienten nach Belastung schlechter als in Ruhe. Die FEV1 erhöhte sich nach jeder weiter erreichten Belastungsstufe. Die größte Verbesserung erfuhr sie nach drei absolvierten Belastungsstufen (2 Watt/kgKG). Der Median des Sauerstoffsättigungsabfalls (Unterschied vor und nach Belastung) betrug 2%. Der höchste Abfall der Sauerstoffsättigung wurde ab Stufe 3 erreicht, darüber hinaus blieb die Sauerstoffsättigung konstant. Es zeigte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der FEV1 am Ende der Belastung und dem Spitzenwert der Sauerstoffsättigung (p=0,0002). Die Auswertung des Fragebogens ergab, dass die sportliche Aktivität im Median bei 4,5 Stunden pro Woche lag, wobei die Patienten mit mäßiger Lungenfunktion (FEV1 30-70% in Ruhe) am meisten Sport trieben. In dieser Gruppe verbesserte sich die FEV1 direkt nach der Belastung ausnahmslos. Patienten, die älter als 16 Jahre waren, trieben signifikant weniger Sport als jüngere CF Patienten (p=0,0034). Es gab jedoch bei der Belastungsuntersuchung keine signifikanten Unterschiede für diese zwei Altersgruppen. Es konnte ein positiver Trend zwischen Ausmaß der sportlichen Betätigung und erzielter Belastungsstufe festgestellt werden, der das Signifikanzniveau nicht ganz erreichte (p=0.074). Ein Unterschied zwischen den Geschlechtern wurde nicht beobachtet. Eine sinnvolle Anwendung des in dieser Arbeit beschriebenen Untersuchungsmodells liegt in der Verlaufsbeobachtung von Mukoviszidose-Patienten. Die gemessenen Werte können über einen langen Zeitraum miteinander verglichen werden, um die Entwicklung der Leistungsfähigkeit des einzelnen Patienten festzustellen.

Abstract:

The physical capacity of 42 patients of the Cystic Fibrosis Outpatient Clinic at the Universitiy Children Hospital Tuebingen has been assessed. Spiroergometry, non-invasively controlled by pulse oxymetry has been established as a routine examination. Changes of vital signs (blood pressure, heart rate, oxygen saturation) have been analysed. A questionnaire provided information about type and quantity of individually executed physical exercise. Physical exercise led to an increased FEV1: Before ergometry FEV1 was 76.3%, afterwards 81.4%. Patients with median pulmonary function showed the highest increase of FEV1. The decrease in oxygen saturation was 2% after ergometry. FEV1 (following physical exercise) and peak oxygen saturation were positively correlated (p=0.0002). Non-invasively controlled spiroergometry is an appropriate method to survey CF-patients over a long period. The comparison of collected values permits statements on the development of physical capacity over a period of time.

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