Versuche zum perzeptuellen Lernen mit manipulierten Rückmeldesignalen und mit dichoptischer Nonienpräsentation

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-13651
http://hdl.handle.net/10900/44525
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2004
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Fahle, M.
Tag der mündl. Prüfung: 2002-05-16
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Entscheidungstheorie
Freie Schlagwörter: Überauflösung , perzeptuelles Lernen , manipulierte Rückmeldesignale , dichoptische Nonienpräsentation , Entscheidungstheorie
Hyperacuity , Perceptual learning , Manipulated feedback , Dichoptic vernierpresentation , Decision theory
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Bei Versuchen zum perzeptuellen Lernen mit Liniennonien (Herzog u. Fahle 1999) wurden Nonien zum Teil mit korrekten, zum Teil mit reversen Rückmeldesignalen präsentiert. Bei der Präsentation mit reversen Rückmeldesignalen wurde bei korrekter Antwort der Probanden ein Fehlerton erzeugt, umgekehrt bei falscher Antwort erfolgte kein Fehlerton. Es zeigte sich, dass die Erkennungsleistung für Nonien, die korrekte Rückmeldesignale erhielten, überraschenderweise ebenfalls durch das manipulierte Feedback beeinflusst wurde. Diese Leistungsänderungen machen eine Verschiebung von Entscheidungskriterien auf der Entscheidungsebene sehr wahrscheinlich. Eine Anpassung von neuronalen Netzen scheint dagegen wenig plausibel. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass Entscheidungskriterien sowohl positions-, als auch orientierungsspezifisch zu sein scheinen. Mehrere Entscheidungskriterien können unabhängig voneinander verändert werden. Ausserdem operieren die Entscheidungskriterien weder auf sehr frühen, noch auf sehr späten Stufen der visuellen Verarbeitung. In den Experimenten mit dichoptischer Nonienpräsentation wurden die Sehzeichen selektiv nur einem Auge der Probanden gezeigt. Auch hier lassen sich die Leistungsänderungen am besten mit einer Verschiebung von Entscheidungskriterien auf der Entscheidungsebene erklären. Bei Versuchen ohne Feedback scheinen die Versuchspersonen von einer Gleichverteilung der beiden Versetzungsrichtungen der Nonien auszugehen.

Abstract:

Herzog & Fahle (1999) introduced a paradigm in wich some vernier presentations received correct error feedback while others received reverse error feedback. Under reverse feedback conditions an error signal will be generated for correct responses while incorrect responses lack such an error signal. It could be shown that reverse feedback affects even the correctly labeled verniers due to a shift of the decision criterion. Neural network models are very unlike to explain this effect. The results of this work show that the resulting bias in decision processes is position- and largely orientation-specific implying that seperate decision criteria can be maintained. The decision criteria seem to operate neither on the very early nor on the very late stages of visual information processing. A global analysis of feedback statistics cannot explain the changes in performance. In experiments with dichoptic presentation, verniers were presented to only one eye. These results seem also to be caused by a shift of decicion criteria. In experiments without feedback observers assume an equal distribution of vernier presentations.

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