Abklärung von Brustläsionen mittels Stanzbiopsie - eine retrospektive Studie

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-12484
http://hdl.handle.net/10900/44485
Dokumentart: Dissertation
Date: 2004
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Wallwiener, D.
Day of Oral Examination: 1997-10-15
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Läsion , Brustkrebs , Brust , Biopsie , Diagnose
Other Keywords: Diagnostik , Brust , Krebs , Stanzbiopsie
diagnosis , breast , cancer , large-core needle biopsy
License: xmlui.dri2xhtml.METS-1.0.item-dc-rights_value_ubt-nopod
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Inhaltszusammenfassung:

Zur weiteren Abklärung von unklaren Herdbefunden der Brust wurden Alternativen zur invasiven operativen Diagnostik gesucht. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene minimal invasive Methoden entwickelt. Zunächst wurde die Feinnadelaspirations-Zytologie etabliert, gefolgt von der Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie sowie der Vakuumsaugbiopsie. Gegenstand der Untersuchung war die Wertigkeit der Stanzbiopsie im Vergleich mit anderen Möglichkeiten der Gewebeentnahme bei unklaren Brustläsionen (FNAC und chirurgische Exzision). Über einen 2-Jahres-Zeitraum wurden in der Brustsprechstunde der Universitätsklinik Tübingen 200 suspekte Läsionen der Brust mittels sonographisch gestützter CNB und FNAC untersucht. Bei jeder Patientin wurde im Vorfeld eine klinische Untersuchung, gefolgt von einer Mammasonographie, Mammographie oder evtl. einer Magnetresonanztomographie durchgeführt. Bei insgesamt niedriger Komplikationsrate ermöglicht die Stanzbiopsie, kostengünstig und zuverlässig, Aussagen über die Dignität des Herdbefundes. Wir fanden in unserer Untersuchung eine Sensitivität der CNB von 98,68 %, eine Spezifität von 100 % bei einem positiven Vorhersagewert von 75,5 %. Es ergaben sich lediglich 2 falsch-negative Befunde im Vergleich mit dem histologischen Ergebnis im Operationspräparat. Bei den durchgeführten FNAC konnten 20,2 % der Ergebnisse aufgrund zweifelhafter Befunde nicht zur Klärung der Brust-Läsion beitragen. Viele Frauen wünschen eine brusterhaltende Therapie bei Nachweis eines Mamma-Karzinoms. Die CNB erlaubt eine Optimierung der operativen Therapieplanung bei malignen Befunden. Durch die Bestimmung morphobiologischer Parameter besteht präoperativ die Option einer gezielten chemotherapeutischen Behandlung. Bei benignen Befunden sowohl in der Stanzbiopsie als auch in der komplementären Diagnostik kann hingegen vielen Patientinnen ein operativer Eingriff erspart werden. Durch gezielte Nachsorge-Programme können diese Patientinnen einer sonographischen Kontrolle und ggf. einer erneuten Stanzbiopsie ( bei Größenzunahme im Verlauf) zugeführt werden. Abschließend kann festgestellt werden, dass die CNB eine kostengünstige und sichere Alternative zur chirurgischen Biopsie bei sinkenden finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen darstellt. Insbesondere auch im Hinblick auf die Fortschritte in der Bestimmung morphobiologischer Parameter wird die CNB einen festen Stellenwert im Rahmen der individuellen Therapieplanung des Mamma-Karzinoms erhalten.

Abstract:

In the evaluation of suspicious breast lesions it was looked for alternatives for common open biopsy. In the course of time several minimal invasive methods were developed. First fine needle aspiration cytology (FNAC) was set up, later came large-core needle biopsy (LCNB) and vacuum-suction biopsy. This study was undertaken to access the accuracy of percutaneous LCNB of breast lesions and the impact of further proceedings (FNAC and open biopsy). In a two year period 200 breast lesions were investigated. Every patient was undertaken physical examination , imaging (mammography, ultrasound and if necessary nuclear magnetic resonance). Image-guided LCNB is an effective tool for the diagnosis of breast lesions which shows only a low rate of minor complications. Sensitivity in our study was 98,86 %, specitivty is 100 % and the prospective value is 75, 5 %. In 2 cases the histology of LCNB was false negative. In the study the frequency of insufficient samples of image-guided fine needle aspiration biopsy was 20, 2%. Percutaneous LCNB may spare many women the need for a more deforming, invasive surgical biopsy and therapy, especially in estimated benign breast lesions. In addition to provide histological diagnosis, LCNB is a reliable and effective method to determine morphobiological parameters. Patients can be especially selected for individually planned presurgical therapy. Follow up is essential, above all if no open biopsy was made. An imaging follow up ( for ex. ultrasound) and the repeat of the LCNB is recommended (if a progression of the breast lesion was found). Finally, LCNB is an accurate and cheap method, and an alternative to open biopsy, in a time when health care policy is influenced by cost consideration.

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