Reaktive und neoplastische T-Zellen im menschlichen Knochenmark - Immunhistochemische und morphometrische Untersuchungen mit den monoklonalen Antikörpern gegen die Antigene CD5 und CD8

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-10368
http://hdl.handle.net/10900/44427
Dokumentart: Dissertation
Date: 2003
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Sonstige
Advisor: Horny, H.-P.
Day of Oral Examination: 2003-11-04
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Non-Hodgkin-Lymphom , T-Lymphozyt , Knochenmark , Antigen CD5 , Antigen CD8
Other Keywords: Non-Hodgkin-Lymphom , T-Lymphozyt , Knochenmark , Antigen CD5 , Antigen CD8
Non-Hodgkin-Lymphoma , T-Lymphocyte , Bone marrow , Antigen CD5 , Antigen CD8
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Es wurden 86 formalinfixierte, in EDTA entkalkte und in Paraffin eingebettete Beckenkammtrepanate von 9 hämatologisch gesunden Kontrollpersonen, 5 Patienten mit histologisch gesichertem B-NHL, 5 Patienten mit T-NHL und 67 Patienten mit Lymphozytosen unklarer Dignität (LUD) untersucht, davon 19 mit monoklonalem und 48 mit polyklonalem Befund in der PCR. Die Schnittpräparate wurden immunhistochemisch mit monoklonalen Antikörpern gegen CD5 und gegen CD8 untersucht und der prozentuale Anteil CD5+ bzw. CD8+ Zellen bezogen auf 100 kernhaltige Markzellen ermittelt. Dieser wurde zu den Ergebnissen für CD3+ und CD20+ Lymphozyten aus vorhergegangenen Studien (Dissertationen Dauenhauer und Küßwetter, 2001) in Beziehung gesetzt. Als wesentliche Befunde konnten wir in der Gruppe der hämatologisch Gesunden einen Anteil von 2,0% für CD5+ Zellen und von 2,1% für CD8+ Zellen feststellen. In der Gruppe der B-NHL wurden CD5+ B-Zellen durch den Antikörper schlecht erfasst. Insgesamt waren die CD5+ Lymphozyten gegenüber der Kontrollgruppe um etwa 30% erhöht. Der Anteil CD8+ Lymphozyten an der Gesamtzahl der T-Lymphozyten war deutlich geringer ist als im normalen Knochenmark. Bei den T-NHL wurde im fokalen Infiltrat mit 32,5% CD5+ Zellen erwartungsgemäß eine starke Erhöhung gegenüber der Kontrollgruppe beobachtet. CD8+ Zellen machten nur etwa 1/8 dieses Anteils aus. Im diffusen Infiltrat war der Anteil der CD8+ Zellen mit 3,9 Z%diff etwa doppelt so hoch wie in der Kontrollgruppe. Beim Vergleich der LUDm mit den LUDp ergeben sich nur unter Einbeziehung der Daten zu CD3+ und CD20+ Zellen signifikante Unterschiede. Insbesondere für das Verhältnis von B-Lymphozytenzahl zu CD5+ oder CD8+ Lymphozyten ermittelten wir Signifikanzen. Weiterhin erwies sich ein geringer Anteil CD8+ Lymphozyten an der Gesamtzahl der CD3+ T-Lymphozyten als Hinweis auf Monoklonalität. Zusätzlich zu einer Untersuchung des Knochenmarkes mit Antikörpern gegen CD3 und CD20 halten wir eine Ergänzung der Routinediagnostik durch Antikörper gegen CD5 und CD8 besonders in Fällen mit geringer Lymphozytenvermehrung (< 20%) für sinnvoll. Dann kann insbesondere ein Überwiegen von B-Zellen gegenüber CD8+ Zellen im diffusen Infiltrat auf eine B-NHL hindeuten. Außerdem kann ein Verhältnis von CD3+/ CD8+ Zellen > 4 in Lymphozytosen unklarer Dignität auf eine monoklonale Zellvermehrung hinweisen. Molekularbiologische Untersuchungen empfehlen wir bei diagnostisch unklaren Fällen und bei T-NHL. Gerade bei nur geringem Knochenmarksbefall kann die Abgrenzung zu reaktiv-entzündlichen Veränderungen sehr schwierig sein. Die Zahl der T-Zellen allein gibt keinen Hinweis auf die reaktive oder neoplastische Natur der Infiltrate.

Abstract:

Bone marrow T-lymphocytes subsets in normal and reactive states and in neoplastic diseases involving the marrow were investigated in 86 cases with Anti-CD5 and Anti-CD8 monoclonal antibodies, reactive on routinely processed, paraffin-embedded trephine biopsy material. Having been investigated in former studies on this material, CD3+ and CD20+ B-lymphocyte subsets were put into relation to the results. We found 2,0% CD5+ cells and 2.1% CD8+ cells in normal bone marrow. In bone marrow infiltrated by B-cell lymphoma there was a significantly higher total number of CD5+ lymphocytes. The number of CD8+ lymphocytes was significantly lower than in normal bone marrow. In bone marrow infiltrated by T-cell lymphoma we found 32,5% CD5+ cells in the lymphoid aggregates. CD8+ cells formed only about 1/8 of these aggregates. In the diffuse lymphoid infiltration CD8+ cells were twice the percentage of the normal bone marrow results. As for the percentage of CD5+ and CD8+ lymphocyte in lymphoid aggregates of unknown origin we found significant differences between neoplastic and reactive lymphocyte proliferation only in relation of T-lymphocytes to CD3+ and CD20+ B-lymphocytes. To immunohostological staining with Anti-CD3 and Anti-CD20 antibodies additionally AntiCD5 and Anti-CD5 antibodies should be added especially in cases with only slightly increased lymphocyte counts (< 20%). Especially in these cases the differential diagnosis of reactive lymphocytosis can be difficult. The number of T-cells alone does not indicate reactive or neoplastic nature of the lymphocytosis. PCR should be considered in diagnostically complicated cases and in T-cell Non-Hodgkin Lymphoma.

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