Strategien zur Implementierung von alternativen Antriebskonzepten in China

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-66967
http://hdl.handle.net/10900/44138
Dokumentart: ResearchPaper
Date: 2013
Source: Reutlinger Diskussionsbeiträge zu Marketing & Management ; 2013,1
Language: German
Faculty: 9 Sonstige / Externe
Department: Sonstige/Externe
DDC Classifikation: 330 - Economics
Keywords: Klimaänderung , Carsharing , Kraftfahrzeugindustrie , Energiewirtschaft , China , Autogas
Other Keywords: E-Mobility
Other Contributors: Rennhak, Carsten
Nufer, Gerd (Hrsg.)
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Inhaltszusammenfassung:

Die fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas, die die Grundlage der heutigen Mobilität darstellen, verknappen sich durch die sich ständig erhöhende Nachfrage bei begrenzten Vorkommen zunehmend. Die maximale weltweite Fördermenge, Peak Oil, wurde vermutlich bereits im Jahre 2010 erreicht. Nach Annahmen der Bundeswehr ist das Ölfördermaximum bei 90% aller ölfördernden Staaten bereits eingetroffen, oder wird bis zum Jahr 2015 eintreffen. Die Fördermengen sind im Zeitraum der Jahre 2008 bis 2011, vor allem bedingt durch die rapide steigende Nachfrage aus den BRIC-Staaten, um 7,2% auf 89,2 Millionen Barrel pro Tag angestiegen. Von der gesamten Fördermenge findet ungefähr die Hälfte Verwendung in der Herstellung von Kraftstoffen, etwa 10% der Fördermenge entfällt auf die Mobilität. Die Rohölpreise für die in Europa wichtige Sorte Brent stiegen im Jahr 2011 von 71,93 EUR in 2008 auf 85,87 EUR im Jahr 2011. Nicht nur die Verknappung des Erdöls stellt ein „systematisches Risiko“ dar, sondern auch die erhöhten Preissteigerungen, da von preiswertem Erdöl die „Funktionalität großer Teile heutiger Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme abhängt“. Der Verbrauch der fossilen Brennstoffe und die damit verbundenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen schaden der Umwelt und dem Weltklima nachhaltig. Direkte Folgen sind unter anderem der Klimawandel und die Erderwärmung. Die Luftverschmutzung in städtischen Gebieten verursacht weltweit nach Schätzungen der World Health Organization ca. 1,3 Millionen Todesfälle jährlich, und gilt als eine der Hauptrisiken für die Gesundheit. Die steigende Nachfrage nach mehr Mobilität für die Bevölkerung, insbesondere aus China und anderen ostasiatischen Ländern, wird diese Probleme in Zukunft noch intensivieren. Lediglich ein geringer Teil der sich am Markt befindlichen Fahrzeuge wird auf kurzfristige Sicht mit alternativen Antriebsformen ausgestattet werden, da die hierfür benötigte Infrastruktur nur teilweise oder gar nicht flächendeckend vorhanden ist, sowie die derzeitigen Batterie-Technologien aufgrund ihrer Kapazitätsprobleme noch keinen Wechsel hin zur Elektromobilität erlauben. Ziel ist es, kurz- bis mittelfristig die vorhandenen Antriebstechnologien sukzessiv mit Hilfe der Nutzung von alternativen Antriebskonzepten abzuschaffen. Durch die Nutzung dieser Übergangstechnologien kann der Zeitraum bis zum großräumigen Einsatz reiner elektrobetriebener Fahrzeuge, der noch für die Entwicklung entsprechender Batterietechnologien und den Aufbau einer flächendeckenden Stromversorgung aus regenerativen Energien benötigt wird, abgedeckt werden. Die Volksrepublik China entwickelte sich innerhalb der letzten Jahre zu einem der größten Verbraucher und Importeur von fossilen Brennstoffen, um den Anforderungen der rasant wachsenden Wirtschaft und der damit verbundenen steigenden individuellen Mobilität des Volkes gerecht zu werden. Bei all diesen Anstrengungen wurde gleichzeitig auch der Umstieg auf alternative Energien gefördert, beispielsweise mit Anreizen zum Kauf von Elektrorollern oder Hybridfahrzeugen. Da in absehbarer Zeit allerdings durch fehlende Technologie kein vollständiger Wechsel hin zur Elektromobilität oder anderen Antriebsformen, die auf regenerativen Energien basieren, stattfinden kann, wird China gemessen am derzeitigen Rohstoffverbrauch bald vor einem Problem stehen. Bei weiter ansteigendem Verbrauch der Rohstoffe wird sich das Wirtschaftswachstum aufgrund der Rohstoffpreise stark abschwächen und mittelfristig gefährdet sein.

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