Petrus und die Kirche : Petri Versuchung (Mat 16: »Weiche von mir, Satan! ... Was nützt es dem Menschen ...«) und der Kampf der Kirche mit dem Kaisertum um die Weltherrschaft

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-5073
http://hdl.handle.net/10900/43799
Dokumentart: Buch (Monographie)
Date: 1999
Source: ISBN 3-928096-09-5, (34,- EUR)
Language: German
Faculty: 8 Zentrale, interfakultäre und fakultätsübergreifende Einrichtungen
Department: Interdisziplinäre Einrichtungen
DDC Classifikation: 000 - Computer science, information and general works
Keywords: Exegese , Kirchengeschichte
Other Keywords: NT-Exegese , Petrus / Apostel , Merowinger , Karolinger , Habsburger
License: xmlui.dri2xhtml.METS-1.0.item-dc-rights_value_ubt-nopod
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Inhaltszusammenfassung:

Die Arbeit fragt nach der Verheißung ewiger Herrschaft an David und findet diese durch die Jahrhunderte verwirklicht in Israel, in anderen vorderasiatischen Staaten (Skepsis/Troja), in Rom, bei den Briten in England, in Byzanz und Aachen und zuletzt bei den Habsburgern in Wien, Madrid und in den anderen Hauptstädten ihres Weltreiches. Erstaunt stellt sie fest, daß die ebenfalls mit Unvergänglichkeit begabte Kirche (Mat 16) die weltliche Herrschaft der Davididen bekämpft und sieht dieses Verhalten vorentschieden durch Petri anläßlich seiner Berufung an den Herrn gerichtetes Ansinnen, doch nicht den Weg des Kreuzes zu gehen: Mat 16,22, ein Ansinnen, das der Herr mit einem brüsken 'Weiche von mir, Satan' zurückweist. Den Kampf um die Weltherrschaft führt die Kirche mit Hilfe chiliastischer Fiktionen (sog. ›Papsttumshäresie‹). Das karolingische, sächsische und staufische Kaisertum wehrt sich zwar durch ein ähnliches Konstrukt (sog. ›Königshäresie‹), kann den Erfolg des kirchlichen, Jesu 'Wer euch hört, hört mich' von Lk 10,16 mißbräuchlich verwendenden Machtstrebens jedoch kaum verhindern, es ruft vielmehr erbitterte Auseinandersetzungen hervor, wie z.B. den Investiturstreit. Die Kirche erringt bedeutende Machtpositionen, schaltet sogar zwei mal das Kaisertum völlig aus, obwohl seit der Stauferkatastrophe von kaiserlicher Seite ›königshäretische‹ Aktivitäten ausbleiben. Wiederum aufgrund von Offenbarungen (La Salette, Fatima etc.) und wiederum vorentschieden durch Petri Tun, der sich zu Ende seines Lebens freudig zum Kreuz bekennt, sollte das augenblicklich aus der zweiten kaiserlosen Zeit resultierende Chaos – selber ›an der Seele geschädigt‹ (siehe nochmals Mat 16) verblieb tatsächlich nur noch eines der beiden göttlicherseits institutionalisierten Ordnungssysteme in Wirksamkeit, nämlich die Kirche – zu einem erneuten In-Kraft-Treten des davididisch-habsburgischen Verheißungspotentials führen und zur Loslösung der Kirche von dem ihrem Wesen fremden Machtstreben.

Abstract:

Starting with the discussion of the theological value of the promise of eternal rule to David and his posterity the book demonstrates how this promise was realised in the centuries to come in Israel as well as in other near-eastern states (Skepsis/Troy), in Rome, in Brittany, Byzantium, in Charles’ I. German Reich and in the Hapsburg kingdoms centred around Vienna, Madrid or the other capitals of their world-wide empire. Wondering how (and why) the second institution divinely gifted with perpetuity, the church (Math 16), quarrels against the Davididian rule the book puts forward the idea, that the church is in some way predisposed to act thus by St Peter rebuking Christ when announcing his will to achieve salvation by the way of the cross (Math 16,22). Although Peter is met with an harsh „Away from me, Satanas“ the church sets out to win world-wide rule by instrumrentalising several chiliastic fictions the result of which can be summed up under the concept of ›Papsttumshäresie‹. The Karolingian, Saxon and Stauffian emperors try to battle it by the means of something to be called ›Königshäresie‹, but they are not in a position to hinder the church misusing Christ's „Whosoever hears you, hears me“ (Lc 10,16). As a result huge conflicts arose as e.g. the so-called Investiturstreit. In fact the church becomes the world's decision-making corpus for centuries, even twice makes vanquish imperial rule as a whole (we are living in the second term) although since the times of the Stauferkatastrophe (13th c.) the emperors abstain from anything like ›Königshäresie‹. – Again taught by divine revelation (La Salette, Fatima etc.) and once again in some way predecided by St Peter’s doing – who at the end of his life gladly accepted Christ’s cross – the present chaos resulting form the setting aside of monarchy, i.e. of one of the two God-given structural elements of human society, should be brought to an end by a fresh upraise and all-comprising restitution of the Davididian/Hapsbu

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