Postpartale Dyspareunie: Professionelle Unterstützung für betroffeneFrauen in einem tabuisierten Themenfeld – Ein Scoping Review

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/185044
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-126356
Dokumentart: Abschlussarbeit (Bachelor)
Erscheinungsdatum: 2026-10-27
Sprache: Deutsch
Freie Schlagwörter: Postpartale Dyspareunie, Hebammenbegleitung, Hebammenberatung
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Postpartale Dyspareunie, also Schmerz beim Geschlechtsverkehr, gehört zu den häufigsten postpartalen sexuellen Beschwerden von Frauen und kann die Lebensqualität von Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig wird Sexualität in der Wochenbettbetreuung häufig wenig thematisiert, und sexuelle Probleme werden sowohl von betroffenen Frauen als auch von Gesundheitsfachpersonen selten offen angesprochen. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Umgang von Frauen mit postpartaler Dyspareunie, insbesondere hinsichtlich ihres Hilfesuchverhaltens und der Inanspruchnahme professioneller Unterstützung, zu skizzieren, und dadurch Implikationen für die Hebammenarbeit abzuleiten. Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfragen erfolgte im Rahmen eines Scoping Reviews eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und CINAHL. Ergänzt wurde diese Suche durch eine Freihandsuche. Es konnten fünf Studien identifiziert werden, auf welche die zuvor festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien zutreffen. Ergänzend erfolgte eine Bewertung der Studien mithilfe passender Bewertungsinstrumente. Ergebnisse: Die Kartierung der Evidenz konnte zeigen, dass die vorhandenen Daten begrenzt und methodisch heterogen sind, nur wenige Studien befassen sich explizit mit postpartaler Dyspareunie. Die Ergebnisse geben allerdings kongruent Hinweise darauf, dass viele Frauen trotz belastender Dyspareunie keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Wissenslücken, Tabuisierung, Scham und Normalisierung scheinen das Hilfesuchverhalten betroffener Frauen zu beeinflussen. Diskussion: Die Befunde deuten auf einen „Kreislauf des Schweigens“ hin, in welchem individuelle, gesellschaftliche, strukturelle sowie professionelle Faktoren zusammenwirken und die adäquate Versorgung postpartaler Dyspareunie erschweren. Fazit und Implikationen: Es besteht ein deutlicher Bedarf an weiterer Forschung zu postpartaler Dyspareunie, insbesondere zu Einflussfaktoren auf Hilfesuchverhalten, Auswirkungen negativer Versorgungserfahrungen und hebammenzentrierten Versorgungsmodellen. Hebammen können eine zentrale Rolle in Aufklärung, Früherkennung und Weiterleitung übernehmen, benötigen dafür jedoch eine bessere evidenzbasierte Grundlage und entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen.

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