Unterstützungsbedarfe von Frauen mit geistiger Behinderungwährend der Schwangerschaft – Herausforderungen und Chancenfür die hebammengeleitete Beratung und Begleitung - Ein narratives Review

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/185042
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-126354
Dokumentart: Abschlussarbeit (Bachelor)
Erscheinungsdatum: 2026-10-27
Sprache: Deutsch
Freie Schlagwörter: Schwangerschaft, geistige Behinderung, Hebammenberatung, Hebammenbegleitung
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Frauen mit geistiger Behinderung sind häufig von Stigmatisierung, Diskriminierung und sozialer Isolation betroffen und weisen oftmals einen erhöhten Unterstützungsbedarf auf. Ziel dieser Arbeit war es, die Unterstützungsbedarfe von Frauen mit geistiger Behinderung während der Schwangerschaft sowie die daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen für die hebammengeleitete Beratung und Begleitung zu untersuchen. Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein narratives Review durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in der Datenbank PubMed, wobei insgesamt sieben qualitative Interviewstudien eingeschlossen wurden. Als Bewertungsinstrument wurde die COREQCheckliste eingesetzt. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen verschiedene Unterstützungsbedarfe von Frauen mit geistiger Behinderung während der Schwangerschaft, insbesondere emotionale, formelle sowie informelle Unterstützung. Zudem bestehen Unterstützungsbedarfe bei der Informationsvermittlung, bei Entscheidungsprozessen sowie beim Zugang zu geeigneten Unterstützungsangeboten. Für Hebammen ergeben sich einige Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Kommunikation, die Wahrung der Autonomie und im Umgang mit psychosozialen Belastungsfaktoren. Chancen zeigen sich vor allem durch eine angepasste Informationsvermittlung, die Vermittlung von Gesundheits- und Selbstfürsorgewissen sowie durch einen vertrauensvollen Beziehungsaufbau. Diskussion: Die Ergebnisse der Studien bestätigen, dass neben den individuellen Faktoren auch die strukturellen Rahmenbedingungen die Versorgung der Frauen beeinflussen. Zudem verdeutlichen sie bestehende Versorgungslücken sowie die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Fazit: Hebammen zählen zu den zentralen Ansprechpersonen für Frauen mit geistiger Behinderung in der Schwangerschaft. Eine bedarfsgerechte, inklusive und interdisziplinäre Versorgung kann die Selbstbestimmung und Teilhabe der Frauen während der Schwangerschaft stärken.

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