Veränderung des Volumenstatus und der Körperzusammensetzung unter Therapie mit SGLT2-Inhibitoren bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/185034
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1850348
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1850348
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-126346
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-10-27
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Artunc, Ferruh (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-09-15
Freie Schlagwörter: BCM
Überwässerung
CKD
SGLT-2-Inhibitor
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Studie war es, die Wirkung von SGLT2-Inhibitoren auf Volumensta- tus und Körperzusammensetzung bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) und Nierentransplantat-Empfängern (NTx) mittels Body Composition Monitor (BCM) zu untersuchen. Eingeschlossen wurden 64 nichtdialysepflichtige Patienten (n = 42 CKD, n = 22 NTx) der Stadien G1–G4. Über sechs Monate wurden Veränderungen des Volumenstatus sowie klinische und laborchemische Parameter und deren Korrelationen analysiert. CKD-Patienten zeigten eine signifikante Abnahme der Überwässerung (OH) und des Körper- gewichts, NTx-Patienten hingegen nicht. Eine höhere Ausgangs-OH korrelierte negativ mit der OH-Korrektur in beiden Kohorten, ohne Hinweise auf eine Exsikkose. Intrazellulärwasser, Fett- und Magergewebsmasse zeigten keine Veränderungen; die Gewichtsabnahme beruhte entsprechend auf der Redukti- on der OH. Die OH-Reduktion ging mit einem Anstieg von Hämoglobin und Hämatokrit sowie tendenziell erhöhter Renin- und Aldosteron-Aktivität einher. Parallel korrelierte die Abnahme von NT-pro-BNP positiv mit der OH-Reduktion. Bei NTx-Patienten zeigte sich lediglich ein früher Aldosteron-Anstieg, vermutlich infolge transplantationsbedingter Denervierung. Die eGFR korrelierte in beiden Kohorten positiv mit der Glukosurie und blieb nach initialem Abfall stabil. In der CKD-Kohorte war die Glukosurie signifikant mit der OH-Korrektur assoziiert. CKD-Patienten zeigten eine signifikante Reduktion der Albuminurie, die in der univariaten und multivariaten Analyse eng mit der Korrektur der Überwässerung nach sechs Monaten assoziiert war, während bei NTx-Patienten lediglich ein Trend bestand. Eine aprotinin-sensitive Proteaseaktivität, bei 83 % der CKDPatienten nachweisbar, korrelierte positiv mit Albuminurie und OH und zeigte nach sechs Monaten insbesondere bei hohen Ausgangswerten eine deutliche Abnahme. Da aberrant filtrierte Serinproteasen über ENaC-Aktivierung Natriumund Wasserretention fördern, stellt dieser Befund einen möglichen Mechanis- mus für die Korrektur der OH dar. Insgesamt zeigte die Doktorarbeit auf, dass SGLT2-Inhibitoren die Überwässerung bei CKD und NTx zurückdrängen, was die positiven Effekte dieser Substanzklasse auf klinische Endpunkte erklären könnte.

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