Prognostische Relevanz der Präsenz von CD4+ lymphatischen Zellen sowie einer HLA-DRα- und Mesothelin- Expression in high-grade serösen tuboovariellen Karzinomen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184640
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1846409
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1846409
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125952
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-10-22
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Staebler, Annette (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-07-20
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Ovarialkarzinom
TIL
HGSC
MSLN
HLA-DR
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die Heterogenität der malignen epithelialen Ovarialtumoren zeigt sich sowohl im klinischen Verlauf, mikroskopisch-morphologischen und makroskopischen Aspekt als auch der Tumorgenese. Mit einem genaueren Tumorgeneseverständnis der einzelnen Entitäten epithelialer Ovarialkarzinome (Shih et al., 2021), der Etablierung eines immunhistochemischen Diagnose-Algorithmus (Köbel et al., 2016), der Definition molekularer Subtypen (Tothill et al., 2008), welche das HGSC weiter unterteilen, und der Einführung der PARP-Inhibitoren in die Therapieleitlinien wurden in den letzten Jahren Meilensteine im Verständnis des Ovarialkarzinoms erreicht. Die Mortalität bleibt hoch. Prognostische und prädiktive Marker sind aus therapeutischer Sicht dringend nötig, um die therapieassoziierte Morbidität und Mortalität gegen die chemotherapeutisch „erkaufte“ Lebenszeit abwägen zu können. Die Immunhistochemie ist eine überall verfügbare Methode, die histopathologisch zuverlässig verortbare molekularpathologische Informationen auf Proteinexpressionsebene generiert und das bei hoher Kosteneffizienz. Die in dieser Arbeit verwendeten Antikörper sind kommerziell erhältlich. Diese Arbeit möchte an einem klinisch und pathologisch nach aktuellem Goldstandart stratifizierten Kollektiv einen klinisch bedeutsamen Beitrag zur Charakterisierung der Entität highgrade seröses Karzinom des Ovars, der Tube oder des Peritoneums leisten: - Mesothelin exprimierende Tumoren wiesen in unserer Untersuchung tendenziell ein fortgeschritteneres Tumorstadium, weniger TILs und eine ungünstige Prognose auf. - In unserem Kollektiv war HLA-DRA heterogen auf Tumorzellen exprimiert. Eine starke HLA-DRA-Expression war mit einer günstigen Prognose vergesellschaftet. Dies scheint auch mit einer verbesserten Resektabilität dieser Tumoren assoziiert zu sein (R0-Status). Die HLA-DRA Expression korrelierte nahezu dosislinear mit einer hohen CD4+ iTIL-Zahl. Die Subgruppe HLA-DRA-H und hohen CD4+ iTIL-Zahl erwies sich als besonders günstig. - CD4+ TILs waren, wenn sie im Tumorepithel nachgewiesen wurden, ein unabhängig günstiger Prognosefaktor. Dieser Zusammenhang wurde auch in anderen Kollektiven gefunden. Im Stroma gelegene TILs waren mit einer optimalen Resektion vergesellschaftet, jedoch nicht unabhängig vom R-Status günstig für die Prognose. In unserem Kollektiv gab es einen starken Zusammenhang zwischen einer hohen sTIL- und iTIL-Zahl und dem Ansprechen auf eine adjuvante Chemotherapie. CD4+ iTILs haben einen über die verbesserte Operabilität hinausgehenden prognostischen Benefit. Die zugrundeliegenden Mechanismen müssen weiter untersucht werden und können Ausgangspunkte für neue therapeutische Ansätze sein.

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