Bürgernähe und Platzverweis : ein empirischer Beitrag zur Veränderung der Berufsauffassung junger Streifenpolizisten und Streifenpolizistinnen in einer offenen Drogenszene

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184608
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1846082
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125921
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1998
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

KrimZ: Zur Untersuchung der Frage, ob und wie sich die Berufsauffassung von Polizeischülern infolge der Erstverwendung als Fußstreife in der offenen Drogenszene in Hamburg verändert, wurden zwei schriftliche anonyme Befragungen bei dem betroffenen Personenkreis durchgeführt. Die erste Befragung unmittelbar vor ihrem Einsatz in der offenen Drogenszene, die zweite nach einem halben Jahr Berufserfahrung. Im Ergebnis ist festzustellen, daß das Aufgabenverständnis der befragten Streifenpolizisten sich in Richtung Erhöhung der Frustrationstoleranz zu Ungunsten der Bürgernähe veränderte. Ursächlich hierfür ist die Einschätzung, vorgegebene politische und polizeiliche Ziele bei der Aufgabenwahrnehmung in der Drogenszene nicht erfüllen zu können. Die Reaktionsformen in der Einsatzsituation werden zunehmend von persönlichem Durchsetzungsvermögen geprägt, wobei Unvoreingenommenheit bei der täglichen Arbeit an Bedeutung verliert. Bürgernähe und Platzverweis sind Synonyme für zwei sich in bestimmten Verwendungen widersprechenden Anforderungen an Streifenpolizisten. Es bleibt zu klären, inwieweit die durch die schulische Ausbildung vermittelten Inhalte (Bürgernähe/Unvoreingenommenheit) nach einer Verwendung in der offenen Drogenszene von den Befragten umgesetzt werden können. - (BKA)

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