Arbeit im Obdachlosenbereich : ein Beitrag zur praktisch-politischen Einschätzung : Projektgruppe Moorgraben - SPAK - Elmshorn

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/184331
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1843317
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-125644
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1972
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Die Projektgruppe arbeitet seit zwei Jahren in einem Obdachlosenlager (100 Bewohner) einer industriellen Mittelstadt. Schwerpunkt ihrer praktischen Arbeit ist neben dem Betreiben einer Spielstube das Bemühen, die Eltern zu einer Artikulation und Vertretung ihrer Interessen zu bewegen. Folgende Probleme erwiesen sich im Verlauf der Arbeit als gravierend: 1. Die Gruppe ging an die Arbeit unvorbereitet heran; daraus ergaben sich Unsicherheiten in der Einschätzung der politischen Relevanz der Arbeit. 2. Da zunächst ein pädagogisches Konzept fehlte, war die Kinderarbeit weitgehend fruchtlos und frustierend. 3. Mit der Befriedigung unmittelbarer materieller Interessen sank die Bereitschaft der Bewohner zu einem weitergehenden Engagement. 4. Auf der kommunalpolitischen Ebene wurde Obdachlosigkeit nicht als gesellschaftliches Problem begriffen, sondern karitativ-individualisierend „gelöst“.

Abstract:

The project group has been working for two years with 100 inhabitants of an asylum for homeless persons in an industrialized city of medium size. Besides running a playroom, the group’s practical efforts are concentrated on getting the parents to articulate and safeguard their interests. In the course of work the following problems proved to be of major concern: 1. The group did not have a theoretical concept when embarking upon the project. This situation generated uncertainties in evaluating the political implications of the work. 2. Due to the initial absence of a pedagogical concept, working with the children was to a large extent ineffective and frustrating. 3. As immediate material needs were satisfied, the inhabitants’ readiness for further engagement declined. 4. At the local government level homelessness was not understood as a social problem but „solved“ in a charitable and individualizing manner.

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