Inhaltszusammenfassung:
Die Projektgruppe arbeitet seit zwei Jahren in einem Obdachlosenlager (100 Bewohner) einer industriellen Mittelstadt. Schwerpunkt ihrer praktischen Arbeit ist neben dem Betreiben einer Spielstube das Bemühen, die Eltern zu einer Artikulation und Vertretung ihrer Interessen zu bewegen. Folgende Probleme erwiesen sich im Verlauf der Arbeit als gravierend:
1. Die Gruppe ging an die Arbeit unvorbereitet heran; daraus ergaben sich Unsicherheiten in der Einschätzung der politischen Relevanz der Arbeit.
2. Da zunächst ein pädagogisches Konzept fehlte, war die Kinderarbeit weitgehend fruchtlos und frustierend.
3. Mit der Befriedigung unmittelbarer materieller Interessen sank die Bereitschaft der Bewohner zu einem weitergehenden Engagement.
4. Auf der kommunalpolitischen Ebene wurde Obdachlosigkeit nicht als gesellschaftliches Problem begriffen, sondern karitativ-individualisierend „gelöst“.