Erziehung als Strafform? : Paradoxien in der Konzeption der Jugendstrafe

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183602
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1836021
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1974
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Die Forderung, Jugendstrafe durch Erziehung abzulösen, bleibt naiv, solange nicht geklärt ist, was dabei mit „Erziehung” gemeint ist. Je mehr man über das Leben in „totalen Institutionen” weiß, desto schwieriger wird es, zwischen Erziehung und Strafe praktisch zu unterscheiden. Hier liegen vier Paradoxien vor: 1. die Äquivalenz von Strafe und Erziehung; 2. die Beherrschung des Erziehungsbegriffs durch das juristische Denken; 3. der Widerspruch von Personalisierung und Stereotypisierung; 4. die Verbindung von Strafvermeidung und Entmündigung. Aus diesen Paradoxien wird deutlich, daß der jugendliche Gefangene in der Entfremdung lebt. Wir brauchen daher einen neuen Begriff von einer nicht fremdbestimmten Erziehung.

Abstract:

The demand to replace the punishment of juveniles by education remains naive as lang as it is not understood what is meant by „education”. As more becomes known about life inside „total institutions” it becomes more difficult to distinguish between education and punishment in practice. This results in four paradoxes: 1. equating punishment and education; 2. the domination of the concept of education by a legalistic approach; 3. the contradiction between personalisation and the forming of stereotypes; 4. the connection between avoiding punishment and treatment as a non-adult. These paradoxes show clearly that the juvenile offender has been alienated. What is required therefore is a new concept of education not dictated by external forces.

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