Die Labeling-Theorie aus der Perspektive kriminalpolitischer Pragmatik

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183502
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1835024
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124816
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1975
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Neben einer lauten Kontroverse zwischen ,,alter” und „junger” Kriminologie gibt es eine stille, unbeachtete und nichtsdestoweniger relevante Vereinnahmung der Labeling-Theorie durch die kriminalpolitische Wissenschaft. Der Charakter dieser Rezeption ist Gegenstand der folgenden Analyse. Es wird dabei deutlich gemacht, daß die traditionelle Kriminologie aufgrund von veränderten Problemen staatlicher Kontrollpolitik, aufgrund von Reformzwängen im Strafrechtswesen obsolet werden mußte. Die Labeling-Theorie hingegen entspricht eher einer andauernden Reformsituation und gestattet es, sie praktisch und ideologisch besser verarbeitbar zu machen.

Abstract:

There ist not only the well-known manifest conflict between the „old” and the „new” criminology; alongside a quiet (but all the more relevant) reception of labeling-theory by the branch of legal theory called „politics of criminal law” (Kriminalpolitik) has taken place. This analysis tries to clarify the characteristics of this reception. It can be shown that the „old” criminology became obsolete on account of new problems and contradictions that made for changes in the state’s control politics. Labeling-theory conforms with this reform situation and helps to cope with it practically as well as ideologically.

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