Zum Gegenstand der Sozialpsychiatrie : einige theoretische Vorerwägungen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183198
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1831982
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124512
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1977
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Diskutiert wird die Herkunft der Alltagsnormen, gegen die zu verstoßen gemäß dem Definitionsansatz eine notwendige Bedingung für den Beginn einer Karriere als "Geisteskranker" ist. Der Aufsatz versucht zu zeigen, daß diese Alltagsnormen der Niederschlag eines gewaltsamen Disziplinierungs- und Sozialisationsprozesses sind, der mit der Etablierung der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft einherging. Schließlich wird gefragt, ob nicht die Formen der "Reaktionen" auf "Geisteskrankheiten" (medizinische und psychologische Behandlung, Internierung) dem gleichen Kontext entstammen.

Abstract:

The origin of every day-life-norms, whose violation is - according to the labeling approach - a necessary condition for the beginning of a career as a mental patient, will be discussed. The paper attempts to show, that these norms are the outcome of a violent process of discipline and socialization which accompanied the rise bourgeoise-capitalist society. Finally the question will be put, whether the reactions to "mental illness", i. e. medical and psychological treatment and internment, stem from the same context.

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