Inhaltszusammenfassung:
Bei dem Versuch, die Erfahrungen und Bedürfnisse von Angehörigen gesellschaftlicher Randgruppen ernstzunehmen, ergeben sich oft Widersprüche zu dem, was von Therapie- und Verfolgungsinstanzen als richtig verkündet wird. Die Auszüge aus einem Gespräch mit einer Berliner Fixerin sind zum einen Ausdruck des Widerstands, der von den Betroffenen den therapeutischen und repressiven Strategien entgegengebracht wird, wie sie andererseits schon die Umrisse einer „alternativen Drogenpolitik" unter maßgeblicher Verantwortung der Betroffenen selbst erkennen lassen. Daß hier eine Fixerin selbst zu Wort kommt und in ihren Aussagen ernstgenommen wird, macht diesen Artikel zugleich zu einer impliziten Herausforderung an die herrschende, dem Randgruppenmitglied den Stempel der entsubjektivierten Welt des Forschers aufdrückende Form des Interviews.