Inhaltszusammenfassung:
Ausgehend von der Tatsache, daß ein wichtiger Bereich einer zunehmend präventiv ausgerichteten polizeilichen Sozialkontrolle in der Beeinflussung (potentieller) Opfer liegt, wird ein Überblick über die bekannten Reaktionsformen der (potentiellen) Opfer geliefert. Dabei stellt sich heraus, daß sie alle eines gemeinsam haben: Sie vermögen nicht Kriminalität zu verhüten, schaffen vielmehr weitere Probleme, unter Umständen sogar ein Ansteigen von Kriminalität und Kriminalitätsfurcht. Damit wird auch ein Bereich präventiver Polizeiarbeit, der diese Verhaltensweisen fördern soll, obsolet. Ein möglicher Ausweg aus dieser verfahrenen Situation wird in der Herausbildung von Selbsthilfegruppen gesehen, die auch die gesellschaftlichen Verhältnisse als mögliche Ursache von Gewalt und Kriminalität politisch bewußt berücksichtigen. Frauenhäuser sind ein (in diesem Zusammenhang aber auch das einzige) ermutigendes Beispiel.