Die subjektive Struktur der Handlung und Strafrecht

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182392
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1823924
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1981
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Ein Gesamtkonzept für die Verwendung subjektiver Merkmale im Strafrecht ist erforderlich für: (1) Legitimierung subjektiver Merkmale im Strafrecht, (2) systematische Kritik der gegenwärtig im Strafrecht gebrauchten subjektiven Termini, (3) empirische Überprüfung und Kritik der tatsächlichen Auswirkungen von normativen Versubjektivierungen (insbesondere im Hinblick auf die Einschaltung von Sachverständigen).Der Einsatz subjektiver Merkmale im Strafrecht erscheint durch den Präventionszweck des Strafrechts unverzichtbar und gerechtfertigt. Dabei muß die Schwierigkeit, daß Motivationen von Tätern nur nachträglich rekonstruiert und definiert werden können, bestmöglich überbrückt werden. Auch nachträgliche Motivzuschreibungen stellen ihrem Selbstverständnis nach keine willkürlichen Projektionen dar; spätere Erklärungen für psychische Vorgänge in anderen gehen vielmehr zwangsläufig von einer vorgegebenen Motivation aus und stellen sich selbst unter den Anspruch, diese widerzuspiegeln. An subjektive Merkmale im Strafrecht sind zwei unterschiedliche Anforderungen zu stellen: (1) Sie müssen es erlauben, die psychische Innerbefindlichkeit des Handelnden zu erfassen und abzubilden (dürfen mithin nicht lediglich fiktive Zuschreibungshilfe beinhalten). (2) Sie müssen im Rahmen präventiver Zielsetzungen funktional und praktikabel sein.

Abstract:

To develop and realize a complete conception for the use of subjective terms in criminal law it is necessary to cope with following tasks: (1) Legitimation of subjective terms within the criminal law context; (2) systematical criticism on the presently used subjective termini in criminal law, (3) empirical control and criticism of the actual consequences of normative subjectivations (especially with regard to engaging forensic experts). The use of subjective terms in criminal law seems to be indispensable and justified only by the prevention purpose. The difficulty of only being able to afterwards reconstruct and define motivations of offenders will have to be bridged as good as at all possible. According to their self-comprehension supplementary motive ascriptions also do not represent any abitrary projections, posterior explanations for psychical proceedings within other people much rather inevitably presuppose a given motivation and claim for themselves to be reflecting these. Two different aims have to be reached in formulating subjective terms in criminal law: (1) They must allow to seize and project the psychical condition of the actor, they may not merely contain fictive labels. (2) They have to be functional and practical within the frame of preventive purposes.

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