Inhaltszusammenfassung:
Der Zusammenhang zwischen zunehmender Ausländerfeindlichkeit und Kriminalität ausländischer Jugendlicher wird auf kontrolltheoretischer Ebene als Prozeß der Herstellung ursprünglich befürchteter Konflikte durch den Versuch ihrer Abwehr und aus ätiologischer Sicht als sozialstrukturell begründete Beschneidung von Handlungsalternativen für Ausländer diskutiert. Dabei wird die entscheidende Folgewirkung in der Verschleierung eben dieser strukturellen Problemlagen gesehen, die sowohl die Einheimische wie die zugewanderte Bevölkerung betrifft. Hypostasiert wird, daß damit nicht nur soidarische und politische Lösungsstrategien verunmöglicht, sondern im Gegenteil soziale Auseinandersetzungen weiter verschärft werden.