Kriminelle Situationen : zur Ethnographie der Anzeigeerstattung

DSpace Repositorium (Manakin basiert)


Dateien:

Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181974
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1819744
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123288
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1984
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Zur Langanzeige

Inhaltszusammenfassung:

Wenn nur ein geringer Bruchteil jener Ereignisse, die im strafjuristischen Sinn als kriminell gelten könnten, auch tatsächlich angezeigt und polizeilich registriert wird, dann stellt das Strafrecht einen untypischen Sonderfall (last resort?) sozialer Kontrolle dar, der nur dort wirksam wird, wo die Mechanismen der „relational control“ nicht (mehr) greifen. Vorgeschlagen wird ein kriminologisches Forschungsprogramm, das sich vor allem mit der Ethnographie der Alltagskriminalität und deren privater (informeller) und institutioneller (rechtlicher) Verarbeitung sowie mit jenen Situationsdefinitionen befaßt, die darüber entscheiden, ob „kriminelle Situationen” privat geregelt, oder aber an Polizei und Strafjustiz herangetragen werden.

Abstract:

The article discusses some questions concerning a criminological research-program. It lays stress on the every day-dimension of „criminal situations“, the ways in which they are perceived (and reacted upon) by the persons directly involved, especially the immediate victims. Furthermore the definitions and rules that decide whether the conflict is seen as a criminal case (and therefore reported to the police) or treated otherwise (informal sanctions, arrangements Outside the legal System) are discussed.

Das Dokument erscheint in: