Strafzumessung durch den Staatsanwalt? : Lösbare und unlösbare Probleme bei der Verfahrenseinstellung unter Auflagen (§ 153a StPO)

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181965
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1819659
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123279
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1984
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Durch die Einführung des § 153a StPO im Jahre 1975 hat der Gesetzgeber dem Staatsanwalt die Möglichkeit in die Hand gegeben, die Einstellung des Strafverfahrens mit bestimmten Auflagen, hauptsächlich Geldzahlungen an die Staatskasse oder an gemeinnützige Einrichtungen, zu verbinden. Die Ausgestaltung dieser Form der Diversion im deutschen Recht wirft eine Reihe von Problemen auf, von denen die folgenden in diesem Beitrag diskutiert werden: (1) Verstößt die Übertragung der Befugnis zur Festsetzung von Auflagen auf den Staatsanwalt gegen verfassungsrechtliche Kompetenznormen? (2) Kann die Einhaltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes bei der Anwendung von § 153a StPO gesichert werden? (3) Wie läßt sich die Ausübung unzulässigen Drucks auf den Beschuldigten im Zusammenhang mit § 153a StPO vermeiden? Vorschläge für eine gesetzgeberische Teilreform des § 153a StPO sollen zur Lösung einiger dieser Probleme beitragen.

Abstract:

The introduction, in 1975, of § 153a Code of Criminal Procedure has authorized the public prosecutor to condition dismissal of charges on the fulfilment of certain requirements, in particular payments to the state or to nonprofit organizations. This particular form of diversion has created a number of problems, three of which are discussed in this essay: (1) Does the transfer of authority to impose sanctions to the prosecutor violate the constitutional allocation of powers? (2) Is it possible to guarantee adherence to the principia of equality in the administration of § 153a? (3) Are there ways to avoid undue pressure on thè defendant in connection with § 153a? Suggestions for a partial reform of § 153a are meant to alleviate some of the Problems indicated above.

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