Inhaltszusammenfassung:
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Kritiken am labeling-approach zielt die Arbeit auf eine Neufassung des Gegenstandsbereichs dieser Theorie, die dem Relativismusvorwurf entgeht. Mit Bezug auf seine interaktionstheoretischen Wurzeln wird geprüft, wie weit der labeling-approach auf unterschiedliche Formen abweichenden Verhaltens beziehbar ist. Der Etikettierungsvorgang wird bei Betonung seiner Prozeßhaftigkeit mit sozialisationstheoretischen Anleihen über den Zusammenhang von Sozialisation, Etikettierung und Konflikt einer erweiterten Erklärung zugeführt. Auf seifen des Gegenstandsbereiches wird abschließend eine vorläufige Wesensbestimmung gesellschaftlicher Devianz versucht.