Laparoskopisch assistierte Neovaginaanlage bei kongenitaler Uterus- und Vaginalaplasie (Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom, MRKHS) – Fehldiagnosen, perioperativer Verlauf und Langzeit-Outcome

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181849
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1818497
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2027-06-26
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Rall, Katharina (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-06-24
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: MRKHS
NeoCope
FSFI-d
Sexualität
Fehldiagnosen
Vecchietti
Neovaginaanlage
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

 
Die Dissertation ist gesperrt bis zum 26. Juni 2027 !
 
Das MRKH-Syndrom stellt eine der häufigsten Ursachen primärer Amenorrhoe dar. In der vorliegenden Studie konnten eine große Patientinnenkohorte eingeschlossen und Fragen nach Langzeitergebnissen, möglichen Komplikationen und der Sexualität beantwortet werden. Darüber hinaus wurden Ursachen für die Verzögerung im diagnostischen Prozess sowie Gründe für Fehldiagnosen erarbeitet. Die Diagnosestellung erfolgt regelhaft im Jugendalter, einer vulnerablen Phase der Identitätsentwicklung. Dies erfordert eine sorgfältige Aufklärung, insbesondere im Hinblick auf die notwendige Therapieadhärenz im postoperativen Verlauf. Ein zentraler Aspekt ist hierbei die Dauer der Phantomnutzung. Es konnte gezeigt werden, dass die Rate an Fehldiagnosen und -behandlungen im Vergleich zu Auswertungen vor 15 Jahren deutlich gesunken ist. Gleichzeitig fühlen sich noch 50% der Patientinnen ambulant unzureichend ärztlich beraten. Die laparoskopisch assistierte Neovaginaanlage modifiziert nach Vecchietti weist eine niedrige perioperative Komplikationsrate auf und führt zu sehr zufriedenstellenden anatomischen Ergebnissen, welche sich auch langfristig stabil halten. Der Epithelialisierungsprozess zeigt sich ein Jahr nach der Operation überwiegend abgeschlossen. Die rückblickende Einschätzung der Patientinnen bestätigt eine hohe subjektive Zufriedenheit mit dem Operationsergebnis. Postoperativ abweichende Behandlungsverläufe sind am häufigsten auf die Versorgung von Granulationsgewebe zurückzuführen. Es wurde deutlich, dass neben dem Wunsch nach Geschlechtsverkehr insbesondere die Identitätsbildung als Frau und die Möglichkeit einer schnellen operativen Lösung entscheidende Aspekte für die Therapieentscheidung darstellen. Die Aufnahme von Geschlechtsverkehr beginnt postoperativ im Mittel nach drei Monaten. Die Sexualfunktion, gemessen am FSFI-d-Gesamtscore, verbessert sich im Verlauf relevant gegenüber der präoperativen Situation und geht mit einer hohen sexuellen Befriedigung einher.
 

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