Inhaltszusammenfassung:
Kriminalpolitische Positionen, die das Opfer in den Mittelpunkt des Interesses stellen, stehen z. Z. hoch im Kurs. Dabei reicht die Palette von repressiven Law-and-Order-Standpunkten bis zu progressiven Alternativen gesellschaftlicher Konfliktverarbeitung. Das Konzept der Schadenswiedergutmachung bildet einen pragmatischen Ansatz, Opferpositionen stärker als bisher zu berücksichtigen. Die Schwierigkeiten und Widersprüche, die in diesem Konzept liegen, werden jedoch häufig vernachlässigt, so daß reale Möglichkeiten und Grenzen eines Täter-Opfer-Ausgleichs verkannt werden. Die Chancen sozialer Konfliktregelung außerhalb des Strafrechts sind trotz dieser Ausgleichsprogramme eher als gering einzuschätzen.