Soziale Ausschließung als Abwehr von Herrschaft

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/180532
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1805326
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-121856
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1994
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

In herrschaftlich organisierten Gesellschaften stellt das Konzept des Verbrechens eine elementare moralische Legitimation der sozialen Ausschließung von Gesellschaftsmitgliedern dar; die Strafe ist das Herrschaftsinstrumentarium, das die Ausschließung organisiert. Der Beitrag untersucht im Kontrast dazu (historische und zeitgenössische) Ausschließungsformen herrschaftsfreier Gesellschaften. Anhand ihrer Symbolsysteme und Ausschlußpraxen wird gezeigt, daß bei der sozialen Ausschließung die Abwehr von Herrschaft im Vordergrund steht. Diese Abwehrprozesse haben zwei Richtungen: Nach innen zielen sie auf den Erhalt der sozialen (Ein-)Bindungen von Macht, nach außen zielen sie als Abwehr kolonialer Fremdherrschaft auf den Erhalt kultureller Eigenständigkeit.

Abstract:

Social exclusion in state societies is organized through punishment and legitimated through the concept of crime. In acephalic, state- and class-less societies social exclusion is known too, but these specific forms aim at the protection of the society against attempts to establish social domination.

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