Hermes oder: über die Rolle "alternativer" Sanktionen in der Jugendkriminalpolitik und die Idee der Mediation

DSpace Repositorium (Manakin basiert)


Dateien:

Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/179931
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1799317
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-121255
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1996
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Zur Langanzeige

Inhaltszusammenfassung:

Das Strafrecht verdankt seine Aufgabenstellung und Gestalt einem strukturellen Problem der modernen Gesellschaft: wie ist in friedlosen Verhältnissen Frieden, ziviler Umgang mit Gewalt und Konflikt, möglich? Nicht nur hat es diese Aufgabe nicht erfüllt: es ist bis heute selbst gewaltförmig. Allein vor diesem Hintergrund verdienen alternative Sanktionen im Rahmen von Diversion Beachtung., Täter-Opfer-Ausgleich' erscheint als einzig ernstzunehmender Ansatz, wenn es sich darum handelt, Menschen, die konflikthaft aufeinander bezogen sind, zu einer Lösung zu verhelfen, die weder gewalttätig noch ohnmächtig ist. Dieser Intention wird er nur gerecht werden, wenn er eindeutig als Mediation definiert wird und einen Ort außerhalb des Strafrechts erhält. Die Idee der Mediation führt zu der Frage nach der Gerechtigkeit. Mediation erkennt Recht aü Orientierungsmaßstab sozialen Handelns an, sofern es selbst an der Idee da Gerechtigkeit orientiert ist, das heißt, nicht nur abstrakt und negativ der Eindämmung individueller Gewalt dient, sondern selbst ein Instrument im gesellschaftlichen Versuch der Friedensstiftung ist.

Abstract:

The current character and objectives of penal law derive from a structural problem of modern society: how to secure peace, a reasonable civil dealing with conflict and violence, under peaceless conditions? Far from ever complying with this task, penal law has bcen violent law up to this day. Alternative sanctions within the framework of diversion are worthy of note only against this background. ff the question is to help people dealing with conflicts in neither a violent nor a powerless way, 'victimoffendern.'Conciliation' appears to be the only approach to be taken seriously. Yet it will serve this purpose only if defined unambiguously as mediation and placed outside the penal system. The idea of mediation raise􀂌 the question of justice. Mediation recognizes law as criterion of social action so lang as law itself is informed by the idea of justice, that is as far as law is not limited to restrain, in an abstract and negative way, individual violence, but works as a tool in the social quest for promoting peace.

Das Dokument erscheint in: