Inhaltszusammenfassung:
Der Beitrag analysiert den 'meta-kriminologischen' Raum für die gegenwärtigen Annäherungsversuche zwischen alter und neuer Kriminologie am Beispiel der 30-jährigen Geschichte des AIK. Unter Rückgriff auf Kuhns 'Paradigma', Foucaults 'Dispositiv' und Toulmins 'Vernunftunternehmen' wird professionsspezifisch und disziplinär der evolutionäre Charakter dieser Entwicklung betont. Professionell auf einen gemeinsamen Diskurs-Raum angewiesen, bewegt man sich disziplinär weithin im Rahmen gemeinsamer Denkschemata. Ohne dabei zureichend reflexiv zu beachten, daß - heute mehr denn je - selbst kritische Diskurse als wesentlicher Bestandteil realitätskonstituierender Dispositive, die gesellschaftliche Praxis mitgestaltend, in das 'hegemoniale Machtnetz' mit eingebunden sind.