Inhaltszusammenfassung:
Nach Skizzierung von Ansätzen der evidence-based crime-prevention (EBCP) wird die Evaluationsforschung über Berufsbildung im Jugendstrafvollzug nach der Methode des Maryland-Reports bilanziert. Es zeigt sich deren mangelnde Effektivität bei der Senkung von Rückfallraten, die aber bislang weder von JGG-Kommentaren noch in Gesetzesentwürfen zum Jugendstrafvollzug dem EBCP-Ansatz angemessen beachtet wird. Die Chancen, dass evidenz-basierte Kriminalprävention Kriminalpolitik beeinflussen kann, erscheinen gerade auch wegen der Konkurrenz mit anderen Orientierungen und Ideologien daher als gering.