"The Society of Captives" - Formierungen von Männlichkeit im Gefängnis : aktuelle Bezüge zur Gefängnisforschung von Gresham M. Sykes

DSpace Repositorium (Manakin basiert)


Dateien:

Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178652
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1786528
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119976
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2004
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Zur Langanzeige

Inhaltszusammenfassung:

Verstehende und interpretative Zugänge zur Institution Gefängnis sind gegenwärtig selten, erst recht im Hinblick auf Geschlechterperspektiven. Ein Rückblick auf die soziologischen Forschungstraditionen in diesem Feld lenkt den Blick, neben dem interaktionistischen Beitrag von Go.ffm an, auf strukturfunktionalistische Arbeiten, die in den 1950er und 1960er Jahren in den USA entstanden sind. Im Mittelpunkt der Forschung standen damals die Wirkung der geschlossenen Institution auf das soziale Handeln ihrer Mitglieder sowie die Frage nach der Funktionalität von abweichendem Verhalten für die Stabilität sozialer Ordnung. Der einseitige Handlungsdeterminismus dieses Ansatzes ist wiederholt kritisiert worden. Trotz dieser theoretischen Schwäche lohnt eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Forschungsperspektive auf das Gefängnis, besonders mit der Studie „ The Society of Captives" von Gresham M Sykes. Seine Arbeit enthält wichtige Impulse für die gegenwärtige Gefängnisforschung, insbesondere im Hinblick auf die Bedeutung von Männlichkeit im Gefängnis. Dies wird anhand eigener Forschung zum Jugendstrafvollzug konkretisiert.

Abstract:

Methods of Verstehen and interpretative approaches to the study of the institution prison are seldom in current sociological research, especially in relation to gender perspectives. Looking back to different research traditions on the social organisation of prisons we find the interactionist works of Erving Go.fmf an as weil as the structural functionalistic approach which originated in the USA in the 1950s und 1960s. At that time a central issue dealt with in these studies was the effects of closed institutions on the social action of its members as weil as the question of the functionality of deviant behaviour for the stability of social order. To date this deterministic view has been criticised intensively. Despite the theoretical weaknesses of this approach the special contribution of these works to prison research is inspiring, especially the research conducted by Gresham M. Sykes ', who 's study „ The Society of Captives" is revisited in this paper. His idea of masculinity in prison will be rejlected in terms of gender theory, combined with own data from a qualitative study with adolescent men in prison.

Das Dokument erscheint in: