Inhaltszusammenfassung:
Die neuere Soziologie der Gewalt, die an Heinrich Popitz' Theorie der Macht anknüpft, verfolgt zwei Perspektiven: eine Handlungssoziologie, die die Körperlichkeit menschlicher Erfahrung in den Mittelpunkt stellt, und eine politische Soziologie, die die Ordnungsformen der Gewalt zum Ausgangspunkt der Analyse nimmt. Da beide Perspektiven nicht unbedingt dieselbe Blickrichtung einschlagen, wird hier ergänzend eine analytische Kategorie vorgeschlagen: Eine Foucaultsche Figurierung des Raumes erlaubt es, Gewaltphänomene auf dem Hintergrund politischer Ordnungen zu lesen.