Retrospektive Analyse von periproceduralem und klinischem Verlauf von Patienten mit interventionellem Verschluss des Persistierenden Foramen Ovale (PFO)

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178640
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1786403
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119964
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-04-28
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Droppa, Michal (Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-03-13
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Persistierende Foramen ovale
Freie Schlagwörter: persistierendes Foramen Ovale
PFO-Verschluss
Foramen Ovale
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Das PFO prädisponiert für einen Schlaganfall. Dieser kann in jedem Alter auftreten und geht mit hoher Todesrate und körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung einher. Als Sekundärprophylaxe nach stattgehabtem kryptogenem Schlaganfall bei PFO hat sich der interventionelle Schirmchenverschluss bewährt. Derzeit fehlen wichtige Daten über die Langzeitergebnisse des interventionellen PFO-Verschlusses. Ziel war es, diese im Rahmen einer retrospektiven Datenanalyse zu untersuchen. Außerdem sollten mögliche Prädiktoren für das Auftreten eines Restshunts detektiert werden. Methoden: Im Rahmen dieser monozentrischen retrospektiven Analyse wurden die Daten von insgesamt 527 Patienten, welche sich am Tübinger Universitätsklinikum zwischen 2010 und 2021 einem PFO-Verschluss unterzogen, erfasst und ausgewertet. Hierbei wurden relevante Daten aus den Krankenakten erhoben, wie beispielsweise Vorerkrankungen, Medikamente, Alter, Größe und Gewicht. Zusätzlich wurden die Befunde aus prä- und postinterventionellen TEE- und TTE-Untersuchungen gesammelt und ausgewertet. Von besonderer Bedeutung war die präinterventionelle TEE-Untersuchung. Hierbei wurden bei allen Patienten sämtliche relevante anatomische Gegebenheiten ausgemessen und analysiert. Ergebnisse: 63,4% der Patienten waren männlichen Geschlechts (n=334). Postinterventionell zeigten 8 Patienten (1,5%) ein Vorhofflimmern oder Vorhofflattern, ein Patient entwickelte eine Perikardtamponade (0,2%), Todesfälle gab es keine. Bei 7 Patienten kam es postinterventionell zu erneuten ischämischen Ereignissen (1,3%), wobei nur bei 2 dieser Patienten ein Restshunt nachweisbar war. Insgesamt konnte postinterventionell im Verlauf bei 93% aller Patienten (n=490) ein suffizienter PFO-Verschluss nachgewiesen werden. 73 Als Prädiktoren für einen Restshunt konnten Occludergröße, PFO-Shuntgrad, Vorliegen eines ASA, Septum Primum Länge und Septum Primum Exkursion sowie die PFO-Tunnellänge ausgemacht werden (Harm et al., 2025). Die Septum Primum Exkursion erhöht das relative Risiko für einen Restshunt fast zweifach und ist somit der wichtigste unabhängige Prädiktor (Harm et al., 2025). Fazit: Der interventionelle PFO-Verschluss ist ein sicheres und komplikationsarmes Verfahren zur Sekundärprophylaxe nach stattgehabtem kryptogenem Schlaganfall. Durch eine gründliche präinterventionelle TEE-Untersuchung lassen sich anatomische Prädiktoren für einen Restshunt erkennen und die Erfolgsrate gegebenenfalls durch entsprechende periinterventionelle Maßnahmen erhöhen.

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