Die akute Wirkung von intranasalem Oxytocin auf die Glucosehomöostase bei Männern mit Diabetes mellitus Typ 2

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178585
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1785858
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119909
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-04-24
Originalveröffentlichung: Diabetes Obes Metab, 2024 Oct; 26(10): 4562-4570
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Zahnmedizin
Gutachter: Hallschmid, Manfred (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-04-01
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Glukosestoffwechsel
Oraler Glukosetoleranztest
Oxytocin
Diabetes mellitus Typ 2
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Das hypothalamische Nonapeptid Oxytocin beeinflusst neben seiner allgemein bekannten Wirkung im weiblichen Reproduktionstrakt psychosoziale Funktionen und reguliert metabolische Prozesse. Insulinsensibilisierende Effekte nach intranasaler OT-Gabe ließen sich bei gesunden, normalgewichtigen Männern, jedoch nicht bei Probanden mit Adipositas (ohne Diabetes) zeigen. Unklar war die akute glucoregulatorische Wirkung von OT auf eine langfristig gestörte Glucosetoleranz. Vor diesem Hintergrund hatte die hier vorliegende Arbeit das Ziel, die akute Wirkung von intranasalem OT auf die Glucosehomöostase bei Männern mit Typ- 2-Diabetes in einer randomisierten, doppelblinden, balancierten Cross-over-Studie an 25 Versuchspersonen zu untersuchen. Dabei erhielten die nüchternen Probanden am Vormittag eines Versuchstags intranasal 24 IE OT und am anderen Versuchstag Placebo und durchliefen jeweils 60 Minuten später einen standardisiert durchgeführten oGTT. Zur Bestimmung relevanter Blutparameter erfolgten in regelmäßigen Abständen Blutentnahmen, die von Messungen kardialer Parameter (Blutdruck, Puls) begleitet wurden. Zudem kamen indirekte Kalorimetrie zur Messung des Energiehaushalts und Fragebögen zur Erhebung psychometrischer Daten zum Einsatz. OT verbesserte trotz eines Anstiegs der peripheren OT-Konzentrationen die Glucosetoleranz und Insulinsensitivität bei Männern mit DMT2 nicht, senkte jedoch die Herzrate ab. Durchschlagende subjektive Effekte und Veränderungen im Energiehaushalt blieben aus. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den Beobachtungen an Probanden mit Adipositas, kontrastieren hingegen mit den positiven glucoregulatorischen OT-Effekten bei normalgewichtigen Männern. Das lässt vermuten, dass das Vorliegen von gestörter Glucosetoleranz und Insulinresistenz den akut verbessernden Effekt von OT auf die Glucosehomöostase aus Gründen, die in der vorliegenden Studie nicht erforscht werden konnten, abschwächt. Mit Blick auf die hohe Prävalenz von Adipositas und DMT2 sollte weiter untersucht werden, ob OT (z.B. in höheren Dosen, bei wiederholter Gabe, bei Verabreichung von Analoga oder bei Frauen) eine langfristig gestörte Glucosetoleranz positiv beeinflussen kann.

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