Das Kaninchen und die Schlange : der sozialwissenschaftliche Rationalismus ratlos vor dem Verbrechen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178512
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1785120
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119836
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2005
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

In welche Grenzen sieht sich die kriminalsoziologische Erkenntnis verwiesen? Ihre Anwender zeigen sich enttäuscht von der ungenügenden Präzision der Erklärungen, der fehlenden Prognosefähigkeit und der mangelnden Praxistauglichkeit. Zum einen werden solche Erwartungen an die Soziologie abgewehrt, zum anderen werden Gründe aufgezeigt, warum Kriminalitätserklärungen so unbefriedigend ausfallen. Im Einzelnen sind dies: eine übertriebene Betonung zweckrationalen Erklärens, die Verdammung der Devianz als böse, die Suche nach strikten Kausalitäten, die Orientierung an Prävention sowie ein auf den Einzelfall bezogenes Denken. Als Auswege werden empfohlen: eine Orientierung an Situation und Interaktion (statt am Täter), der Blick auf die Serendipität (s􀁞tatt Prognose) krimineller Ereignisse und schließlich eine Konzeption der Kriminalität als Expression.

Abstract:

How does sociological rationalism limit the scope of criminological perception? There is much criticism of criminology concerning its explanatory precision, prognostic value, and potential of being put to practical uses. Some even repudiate implementory expectations towards sociology in general, others name reasons why sociological explanations of deviance are unsatisfactory. From the point of view presented here, the theoretical mainstream overemphasizes purposeful rational action, denounces deviance as a principal evil, is fascinated by strict causality, follows a line of preventological thinking, and - fixated on individual cases - neglects typological thinking. Some remedies are suggested: instead of focussing on individual actors, our theoretical frame of reference stresses the importance of situational and interactional factors, of serendipity (as opposed to calculating prognosis) of criminal events, and conceptualizes criminality as expression.

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