Souveräne Ausnahme, nacktes Leben und modernes Strafrecht : = Sovereign exception, bare life and criminal law

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178318
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1783187
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119642
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Freie Schlagwörter: Feindstrafrecht
neoliberale Rationalität
Zweckgedanke
New penology
criminal law of the enemy
expediency
neoliberal rationality
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Inhaltszusammenfassung:

Im folgenden Aufsatz wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich die von Giorgio Agamben entwickelten zentralen Begrifflichkeiten „souveräne Ausnahme" und „Produktion des nackten Lebens" im Strafrecht wieder finden lassen. Anhand von klassischen Texten der Strafrechtstheorie wird nachgewiesen, dass diese mit dem Zweckgedanken Einzug in das Strafrecht gehalten haben. Im Weiteren wird dargestellt, wie diese Konzepte in einer Entwicklung, die man gleichzeitig als „ Ökonomisierung" und zunehmende Ausgestaltung des Strafrechts nach den Prinzipien des Krieges bezeichnen kann, ihre Stellung verändern, dh. wie die Ausnahme von der Regel zunehmend ununterscheidbar wird und damit droht, selbst zur Regel zu werden.

Abstract:

This essay investigates the question to what extent Giorgio Agamben 's central concepts of sovereign exception and production of the bare life are to be found in criminal law. From classical texts it will be demonstrated that these become part of criminal law by expediency. Subsequently it will be shown how in a development of economisation and increasing formation of the criminal law by the principles of war these concepts change their status. The exception of rufe is not langer distinguishable from the rufe and thus threatens to become the rufe itself.

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