Inhaltszusammenfassung:
Wir fragen, inwiefern sozial-räumliche Wahrnehmung und Einstellungen zu Videoüberwachung zusammenhängen. Wir nehmen an, dass räumliche Wahrnehmung und das daraus folgende Handeln Teile des Alltagswissens und -handelns sind Dementsprechend beeinflussen die räumliche Wahrnehmung und die sozial-räumlichen Vorstellungen die Einstellungen zur Videoüberwachung. In einer qualitativen Studie untersuchen wir, inwiefern Alltagswissen zum Verständnis von räumlichen Strukturen beiträgt und Videoüberwachung als Teil davon integriert wird. Methodisch verwenden wir das Konzept des cognitive mapping, als analytisches Mittel zur Erfassung und Interpretation von sozial-räumlichen Vorstellungen. Die anschließende qualitative wissenssoziologische Analyse nutzt das Interviewmaterial, um die Widersprüche und Kontinuitäten des Zusammenhangs von räumlicher Wahrnehmung und Videoüberwachung exemplarisch darzustellen.