Geständnismotivierung als edukative Beziehungsarbeit : = Motivating to confess as an educative form of establishing relationships

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178307
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1783074
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119631
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Freie Schlagwörter: Geständnis
Hermeneutische Wissenssoziologie
Historische Diskursanalyse
Polizeiforschung
Vernehmungstechnik
confession
hermeneutical sociology of knowledge
historical discourse analysis
interrogation
policing
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Inhaltszusammenfassung:

In unserem Forschungsprojekt beschäftigten wir uns mit der Frage, unter welchen Bedingungen ein Beschuldigter dazu motiviert werden kann, seine Tat im Prozess der Vernehmung zu gestehen. Um das Ineinandergreifen kultureller, rechtlicher und sozialer Beweggründe aufzuklären, wurde das Problemfeld unter drei Aspekten erschlossen. Erstens wurde das diskursive Umfeld untersucht, mit dem die Geständnispraxis verknüpft ist. Zweitens wurden Vernehmungstranskripte einer Sequenzanalyse unterzogen, um über die allmählich herbeigefahrten Motivationen zum Geständnis Aufschlüsse zu erhalten. Und drittens wurde die Entwicklung der Geständnispraxis in einem historischen Längsschnitt seit Abschaffimg der Folter untersucht. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass polizeiliche Vernehmungsbeamte für die Motivierung zum Geständnis auf einer strukturellen Ebene auf ein Erziehungsdispositiv zurückgreifen müssen, um eine Beziehung zwischen sich und dem Beschuldigten herstellen zu können.

Abstract:

Our research focussed the processes to motivate suspects to make confessions in crime interrogations. In order to find out how cultural, legal and social motives work together, we approached this problem from three different points of view. First, we examined the discoursive field of confessions, secondly police interrogation transcripts were analysed and thirdly we tried to reconstruct the practice of confession in its historical development since the abolition of torture. As a result, it can be shown that the motivation to perform a confession in interrogations makes use of educational patterns in a structural sense because the interrogator must build up a relation between himself and the accused.

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