Legitimationstechniken, Sicherheitspraktiken: Von der Normalität des Staatsverbrechens : eine erkenntnistheoretische Diskussion am Beispiel des Falles Murat Kurnaz

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/178010
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1780102
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-119334
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
Schlagworte: Regierungskriminalität
Sicherheit
Versicherheitlichung
Menschenrecht
Abweichendes Verhalten
Freie Schlagwörter: Staatsverbrechen
Neutralisierungstechniken
Makrokriminalität
Devianz
State Crime
Techniques of Neutralization
Security
Securitization
Macrocriminality
Human Rights
Deviance
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Inhaltszusammenfassung:

Ist es möglich und nützlich, nicht nur außergewöhnlich schweres, sondern auch alltägliches Fehlverhalten staatlicher Akteure als Staatsverbrechen innerhalb kriminologischer Kategorien zu beschreiben? Dem wird anhand der Übertragung des Konzepts der Neutralisierungstechniken auf Staatskriminalität nachgegangen. Neutralisierungstechniken in diesem Bereich funktionieren zunehmend über das Konstrukt der Sicherheit, um Normalität und Legitimität für rege/verletzendes und deviantes staatliches Handeln herzustellen, so dass die Zuschreibung von Staatskriminalität verhindert wird. Mit der Einführung dieser Analysekategorien wird der potentiell kriminogene Charakter staatlicher Routinehandlungen als solcher sieht-, beschreib- und dekonstruierbar.

Abstract:

Is it possible and useful to describe not only extraordinary and particularly severe wrongdoings by state agents but also everyday and routine misconduct as state crime in criminological categories? We want to outline this question by transferring the concept of neutralisation techniques onto state crime. Neutralisation techniques in this area increasingly work through the construct of security, by which rufe breaking and deviant state actions are legitimized and normalized and dedications of state crime are being prevented. By introducing these analytic categories, the potential criminogenic character of routine state activities becomes visible, describable and deconstructable.

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