Inhaltszusammenfassung:
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung und Re-evaluation des bereits publizierten PROP-Scores, welcher allein mit präoperativen Faktoren die Machbarkeit einer erfolgreiche Zytoreduktion vorhersagen kann. Im Vergleich zu den anderen etablierten Scores, welche sich mit dem postoperativen Outcome beschäftigen, adressiert der PROP-Score im präoperativen Setting die Entscheidung, ob eine Zytoreduktion überhaupt sinnvoll ist oder nicht. In der Originalpublikation erfolgte die Gliederung der betrachteten Patienten in eine Gruppe mit erfolgreicher und eine Gruppe mit nicht durchführbarer Zytoreduktion. Wir haben in unserer Analyse alle Patienten in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe CC-0, bei der eine vollständige Zytoreduktion möglich war. Eine zweite Gruppe mit allen Patienten, welche CC-1 zytoreduziert wurden und eine dritte Gruppe, bei der keine Zytoreduktion möglich war. Onkologisch betrachtet mit dem heutigen Kenntnisstand ist beim kolorektalen Karzinom eine CC-0 Status zu fordern. In unserem Kollektiv konnte der PROPS statistisch signifikant zeigen, ob eine CC-0 oder eine CC-1 Resektion zu erreichen ist. Gleichzeitig konnten wir auch CC-0 mit CC-2/3 statistisch signifikant diskriminieren. Dies bestätigte sich zusätzlich durch die gezeigte Korrelation zwischen PCI- und PROPS-Werten. Durch die präoperative Anwendung des Scores hätte man also in unserem Kollektiv die Operabilität vorhersagen können.