Arterielle Hypertonie bei Patienten mit Moyamoya

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URI: http://hdl.handle.net/10900/129637
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1296379
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-71000
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-07-21
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Roder, Constantin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-04-26
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Neurochirurgie , Dissertation , Neuroradiologie , Hypertonie , Schlaganfall , Moyamoya-Krankheit
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die Moyamoya-Erkrankung (MMD) ist eine steno-okklusive Erkrankung der Karotisendstrecken beziehungsweise der proximalen angrenzenden Arteria cerebri media (ACM)/Arteria cerebri anterior (ACA). Eine häufige Komorbidität ist die arterielle Hypertonie. Eine mögliche Begründung für diese häufige und klinisch relevante Komorbidität ist die zerebrale Minderdurchblutung durch die Erkrankung und eine daraus resultierende Bedarfshypertonie. In dieser Arbeit wurde innerhalb verschiedener Ansätze versucht, diesen Zusammenhang näher einzugrenzen, sowie diesen mit weiteren Parametern wie den Hirnvolumina (bezogen auf die Gefäßterritorien) und dem Verlauf der antihypertensiven Medikation postoperativ in Verbindung zu bringen. Dazu wurden zum einen die vorhandenen Daten über Blutdruckwerte und -medikation, aber auch die im Rahmen der Verlaufskontrollen erworbenen Bildgebung und ein Fragebogen an die Patienten genutzt. Dieser stellte sicher, einen postoperativen Verlauf, beispielsweise der Blutdruckmedikation, weit über die Daten aus den üblichen Klinikverweilzeiten hinaus zu erlangen. Über die Magnetresonanztomographie- (MRT)-Datensätze war eine Quantifizierung der Atrophie der Hirnvolumina, zugeordnet nach Gefäßstromgebieten möglich. Darüber hinaus konnte so die Bewertung der Erkrankung, ausgehend von MRT-Bildeindruck und angiographischen Daten, verglichen werden. Innerhalb der Patientengruppe konnte die antihypertensive Medikation in Zusammenhang mit der Atrophie zugehöriger Teilbereiche des Gehirns und einer Änderung der Medikation postoperativ betrachtet werden. Dadurch wird ein Ausblick darauf möglich, welche Patientengruppe von einer Operation deutlicher profitiert. Perspektivisch könnten sich solche einfach zu erhebenden Parameter wie der Verlauf der antihypertensiven Medikation zur Festlegung eines möglichst optimalen Operationszeitpunktes heranziehen lassen. In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Moyamoya-Syndrom eine höhere Prävalenz der Hypertonie zeigen als die Normalbevölkerung. Die erhobenen Risikofaktoren für eine primäre Hypertonie sowie für spezifische Komorbiditäten bei MMD legen nahe, dass in unserer Kohorte die zerebrale Minderperfusion eine Hauptursache für die Hypertonie ist. Dabei sprechen die Volumetriedaten aus den MRT-Studien dafür, dass eine Atrophie der poststenotisch gelegenen Hirnareale auftritt. Perspektivisch kann hier aufgrund der geringen Patientenzahl statistisch kein signifikanter Zusammenhang zwischen Medikamentenänderung und Atrophie hergestellt werden. Dennoch stellt dieser Ansatz einen vielversprechenden Ausblick dar, der mit in naher Zukunft erreichbaren Patientenzahlen weiterverfolgt werden kann.

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