Klinik und Therapie des Basalzellkarzinoms im Jahre 2015 an der Stuttgarter Hautklinik

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URI: http://hdl.handle.net/10900/125618
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1256180
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-66981
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2022-03-28
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Garbe, Claus (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2022-02-15
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der Arbeit war es die Charakteristika der Patienten mit einem BZK an der Stuttgarter Hautklinik im Jahr 2015 mit einem 3-jähringen Nachbeobachtungszeitraum darzustellen. In der retrospektiven Dissertation wurden 712 Patienten erfasst und die verschiedenen Merkmale wie z.B. Alter, Geschlecht, Lokalisation, Operationstechnik und Rezidive do-kumentiert und analysiert. Da das BZK der häufigste Krebs des Menschen ist, kann man in der Literatur zahlreiche Arbeiten finde, jedoch wird es aufgrund seiner Semimalignität wahrscheinlich sehr oft vernachlässigt. In der Auswertung zeigte sich, dass das BZK eine Erkrankung des hohen Alters ist. Das mittlere Alter beträgt 76,03 Jahre. Insgesamt sind mehr Männer mit 61,2% des Gesamt-kollektivs betroffen, allerdings ist die Verteilung in der Literatur unterschiedlich. Der häu-figste histologische Subtyp war, wie zu erwarten, das noduläre BZK mit 36,7%, am zweithäufigsten das infiltrative BZK mit 30,1%, welches für eine Klinikverteilung spricht. Der Mittelwert der Tumordicke beträgt 2,39 mm und ca. 30% der Tumoren sind ulzeriert. Dies zeigt eigentlich, dass auch sehr viele dünne BZK‘s in der Klinik operiert werden. Ca. 80% der BZK’s befanden sich im Gesicht, wobei wahrscheinlich im ambulanten Bereich mehr BZK‘s am Stamm und Extremitäten operiert werden. Das häufige Auftreten eines BZK an der Nase ließ sich auch in dieser Arbeit widerspiegeln. Unter den verschiedenen Exzisionsmethoden kam es bei 18,3% zu einer non-in-sano Resektion. Aus der Analyse geht hervor, dass es vor allem bei komplizierten Zonen zu einer R1 Resektion kam. Bei 209 Patienten wurde bereits ambulant eine operative Behandlung durchgeführt und auf-grund der vermutlich schwierigen Exzision in die Klinik verwiesen. In Zusammenschau mit vergleichbaren Zentren kam es zu ähnlich häufigen R0-Resektionen, wobei speziali-sierte gesichtschirurgische Zentren noch häufiger in-sano exzidierten. Ca. 15% der Patien-ten hatten schon einmal ein BZK in der Vorgeschichte und ca. 13 % hatten erneut ein BZK im Follow-up, wobei die Patienten in der Regel in der Praxis nachgesorgt werden. Die Nachsorge ist wichtig, denn 33% der Patienten hatten bei Aufnahme mindestens ein wei-teres BZK, welches sich ebenfalls mit der Literatur deckt, dass 14-37% ein weiteres BZK innerhalb eines Jahres entwickeln. Die Rezidivrate der BZK‘s ist relativ gering und lässt sich auch in dieser Arbeit mit 1,5% bestätigen. Die Rezidive traten durchschnittlich nach 17,8 Monaten auf. Einige Autoren schlagen vor, den Nachbeobachtungszeitraum auf mindestens 10 Jahre zu verlängern, um das Rezidivverhalten besser einschätzen zu kön-nen. Es ist schwierig anhand unserer Daten die Rezidivrate zu interpretieren, da die Pati-enten primär bei einem niedergelassenen Dermatologen angebunden sind und nur bei Problemen vorstellig werden. Eine Abhängigkeit der Rezidive von Tumordicke, Ulzerati-on oder Exzisionstechnik konnte nicht nachgewiesen werden. Bei den Rezidiven handelte es sich um aggressivere Subtypen, welche auch in der Literatur häufiger rezidivieren. Von den 10 Rezidiven traten 9 am Gesicht, jeweils 3 an der Nase und Schläfe auf, und nur eines am Stamm. Rezidive wurden an diesen Lokalisationen häufig beschrieben.

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