Postoperative complications and oncological outcomes after multimodal therapy of localised high risk soft tissue sarcoma

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URI: http://hdl.handle.net/10900/125538
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1255386
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-66901
Dokumentart: Dissertation
Date: 2022-03-23
Language: English
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Eckert, Franziska (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-12-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Other Keywords: Strahlentherapie
Weichteilsarkom
multimodale Therapie
postoperative Komplikationen
soft tissue sarcoma
multimodal therapy
postoperative complications
Radiotherapy
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Inhaltszusammenfassung:

In einer retrospektiven Einzelinstitutstudie wurden onkologische Ergebnisse und schwerwiegende Wundkomplikationen bei Patienten mit lokalisiertem Weichteilsarkom analysiert, die mit multimodaler Therapie behandelt wurden. Für Patienten, die entweder mit einer neoadjuvanten oder einer adjuvanten Therapie behandelt wurden, zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in den onkologischen Ergebnissen. In Bezug auf die Verteilung der Risikofaktoren scheint es jedoch, dass Patienten, die mit einer neoadjuvanten Therapie behandelt wurden, ein höheres Risiko für schlechte onkologische Ergebnisse hatten, wenn man die statistisch signifikant höhere Rate von Tumoren über 5 cm berücksichtigt. Prognostische Faktoren für onkologische Ergebnisse wurden analysiert. Eine univariate Analyse zeigte schlechtere onkologische Ergebnisse bei Patienten mit großen und tief sitzenden Tumoren sowie retroperitonealem Weichteilsarkom. Positive Resektionsränder waren mit einer schlechteren LC verbunden, was zu einer schlechteren OS-Rate führte. Stratifiziert nach Strahlentherapiemodalität wurde jedoch nur bei Patienten, die mit einer adjuvanten Therapie behandelt wurden, ein Einfluss positiver Resektionsränder nachgewiesen. Darüber hinaus wurde in der multivariaten Analyse ein gutes pathologisches Ansprechen nach neoadjuvanter Therapie als einziger unabhängiger Faktor für ein besseres OS, DFS und DMFS identifiziert. Höhere Raten schwerer Wundkomplikationen wurden in der Gruppe der neoadjuvant behandelten Patienten nachgewiesen (ohne statistische Signifikanz). Risikofaktoren für schwerwiegende Wundkomplikationen wurden analysiert. Höhere Raten schwerer Wundkomplikationen wurden bei Weichteilsarkomen in der unteren Extremität beobachtet (insbesondere postoperative Serome und Wundheilungskomplikationen). Eine höhere Abszess- und Fistelrate wurde bei retroperitonealen Weichteilsarkomen nachgewiesen. Diabetes wurde als einer der wichtigsten Risikofaktoren für schwerwiegende Wundkomplikationen identifiziert (jedoch nur für infektassoziierte Komplikationen). Trotz relativ hoher Raten schwerer Wundkomplikationen in der Gruppe der mit neoadjuvanter Therapie behandelten Patienten, zeigte sich kein Einfluss der schweren Wundkomplikationen auf die onkologischen Ergebnisse für diese Gruppe. Aufgrund methodischer Einschränkungen und des retrospektiven Designs wurden Spättoxizitäten mit Ausnahme von pathologischen Frakturen und Osteonekrose nicht analysiert. Alle Patienten, bei denen eine pathologische Fraktur auftrat, wurden mit einer zusätzlichen Chemotherapie behandelt. Darüber hinaus wurde in der Gruppe der mit sequentieller Chemotherapie behandelten Patienten eine statistisch signifikant höhere Rate an pathologischen Frakturen festgestellt, was die Rolle der Chemotherapie als Risikofaktor für die Entwicklung einer pathologischen Fraktur möglich macht. In Anbetracht der onkologischen Ergebnisse, der Verteilung der wichtigsten Wundkomplikationen und ihres Einflusses auf die onkologischen Ergebnisse, erscheint es im Allgemeinen empfehlenswert, eine neoadjuvante Therapie bei Hochrisiko Weichteilsarkoma anzustreben. Diese Empfehlung gilt insbesondere für retroperitoneale, pelvine und abdominale Weichteilsarkome, bei denen eine hohe Dosis der postoperativen Strahlentherapie aufgrund von Einschränkungen der gefährdeten Organe häufig begrenzt ist. Die endgültige Entscheidung über die optimale Behandlung sollte jedoch unter Berücksichtigung verschiedener Patientenmerkmale und klinischer Tumoreigenschaften interdisziplinär getroffen werden.

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