Die Sentinel-Lymphknotendetektion im Rahmen der operativen Primärbehandlung des Mammakarzinoms: Nuklearmedizinisches Verfahren und Fluoreszenztechnik im intraindividuellen Vergleich

DSpace Repositorium (Manakin basiert)

Zur Kurzanzeige

dc.contributor.advisor Grischke, Eva-Maria (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Mewald-Röhm, Carmen
dc.date.accessioned 2021-11-26T10:31:09Z
dc.date.available 2021-11-26T10:31:09Z
dc.date.issued 2021-11-26
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/121083
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1210839 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-62450
dc.description.abstract Die Detektion des Sentinel-Lymphknotens beim frühen Mammakarzinom ist mittlerweile ein Standardverfahren zur Erfassung des axillären Lymphknotenstatus und reduziert damit deutlich eine fakultative Sekundärmorbidität in Form von Schmerzhaftigkeit, Bewegungseinschränkung und Lymphödembildung des Armes. Goldstandard ist dabei das szintigraphische Verfahren durch den Einsatz von Technetium, das allerdings den Einsatz nuklearmedizinischer Techniken bedeutet und assoziiert ist mit höheren Kosten und einer, wenn auch sehr geringen, Strahlenbelastung. Unter diesem Aspekt war es von Interesse, ein Fluoreszenzverfahren zu überprüfen und in dieser Situation im direkten Vergleich zum Goldstandard einzusetzen. Im Rahmen einer monozentrischen prospektiven nicht-randomisierten Phase II-Studie wurde die Fluoreszenztechnik mittels des Fluoreszenzfarbstoffes ICG bzgl. Effektivität der SLN-Detektion im intraindividuellen Vergleich zum Standardverfahren mit Technetium überprüft. Darüber hinaus wurde die Arzneimittelsicherheit bei der subkutanen bzw. auch intradermalen periareolären Injektion des Fluoreszenzfarbstoffes Indocyaningrün der Firma Pulsion überprüft. Dazu wurden in einem Zeitraum von 03.2012 bis 06.2013 insgesamt 126 Patientinnen mit frühem stanzbioptisch gesichertem klinisch und bildgebend nodal negativem Mammakarzinom erfasst und im Rahmen einer Phase-II-Studie ausgewertet. Im intraindividuellen Vergleich konnte durch Einsatz der Szintigraphie mit 99 mTc Nanocoll® eine Detektionsrate von 96 % erreicht werden, durch den Einsatz von ICG-Pulsion nur 89 %. Limitierender Faktor war dabei die eingeschränkte Darstellbarkeit der Lymphbahnen mit der Fluoreszenzmethode. Im praktischen Einsatz zeigte sich, dass das Verfahren von zahlreichen Einflussvariablen abhängig war wie Raumlichteinstellung, Einstellung der Kamera, Führung der Kamera und die Erfahrung des Operateurs. Für die praktische Durchführung der Untersuchung bedeutet dies die Erstellung einer Lernkurve für ein möglichst standardisiertes Vorgehen soweit möglich. Darüber hinaus zeigte sich auch, dass ab einem BMI von >40 die Methode keine adäquate Fluoreszenzdarstellung ermöglichte.   Verschiedene Studienansätze und die fehlende Validierbarkeit erklären die divergierenden Daten in der Literatur und die damit fehlende Vergleichbarkeit. Daraus resultiert möglicherweise auch die Tatsache, dass das Fluoreszenzverfahren noch keinen klinischen Einsatz oder Stellenwert außerhalb von Studien gefunden hat. Bei Erfassung der Arzneimittelsicherheit zeigte sich, dass bei intradermaler ebenso wie bei subkutaner Applikation bei allen Patientinnen ICG sich als eine sichere Substanz erwies. Im Gegensatz zu der aus der Literatur im klinischen Einsatz bekannten Pigmentierung bei Einsatz von Patentblau (blaue Farbstoffdarstellung) kam es bei der Fluoreszenztechnik zu keiner anhaltenden kosmetisch störenden Hautpigmentierung. Im Rahmen weiterer Studien mit mittlerweile verfügbaren noch höher auflösenden Kamerasystemen könnte die Fragestellung weiter überprüft werden. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Brustkrebs , Lymphknoten de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Breast cancer en
dc.subject.other lymph nodes en
dc.title Die Sentinel-Lymphknotendetektion im Rahmen der operativen Primärbehandlung des Mammakarzinoms: Nuklearmedizinisches Verfahren und Fluoreszenztechnik im intraindividuellen Vergleich de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2020-09-11
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

Dateien:

Das Dokument erscheint in:

Zur Kurzanzeige